Adresse

Klagenfurt

GPS

46.608412739954, 14.258794784546

Adresse

Klagenfurt

GPS

46.608412739954, 14.258794784546

Anspruch 2 |  Einkehr 2 |  Länge 3,8 km |  Dauer 60 Minuten

Die unscheinbare Sattnitz ist der einzige Abfluss des Wörthersees und als solcher ein wunderschönes SUP-Paradies. Die Mischung aus Natur und Einsamkeit am Stadtrand ist in Kärnten wohl einzigartig.

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

Entlang der gesamten Route fährt man durchwegs an privaten Liegenschaften vorbei, daher sollten Paddler sich ruhig und diskret verhalten.
Überall wimmelt es nur so von Fischen und Vögeln, diese bitte in Ruhe lassen, zumal sie durch Paddler und Schwimmer sowieso aufgescheucht werden.
Schilfgürtel nicht betreten und gelegentlichen Sportschwimmern Vortritt gewähren!

Gefahren

Die Sattnitz fließt nach eigener Schätzung meist mit einer Strömung an die 3 km/h, wobei sie nach starken Regenfällen auch zulegen und Überflutungen anrichten kann. Aus diesem Grund plant man seit 2015 Schleusen zu erneuert und das Bachbett um bis zu einen Meter zu vertiefen, um die regelmäßigen Überflutungen zu dämpfen. Mit der Umsetzung lässt man sich dann aber doch bis 2024 Zeit.

Die Fließgeschwindigkeit erlaubt einen angenehmen Flow und ist auch für SUP-Rookies leicht zu bewältigen. Wem das dennoch zu viel ist, der weicht auf die ersten 800 m der Sattnitz aus, die von der Ostbucht des Wörthersees aus erreicht werden. Die Angaben dieser Tourbeschreibung basieren auf den folgenden Pegelständen an der Messstation Weinländer: Wasserstand 141 cm, Flußrate 3,4 m³/s.

Da es hier eine Menge Fische gibt, ist auch mit Fischern zu rechnen. Bitte immer achtgeben und vorrausschauend paddeln, weil der enge Bach nicht viele Ausweichmöglichkeiten bietet, wenn Fischerleinen den Weg versperren.

Tiefliegende Äste und Bäume gehören zum ganz normalen Erscheinungsbild der Sattnitz. Im Vorfeld der SUP-Tour gleich mal Kniebeugen und Vierfüßler üben, denn man muss den Kopf sehr oft einziehen. Viele Brücken, Stege und Rohrleitungen verlangen dem Paddler ebenso flexible Körperhaltungen ab.

Immer wieder ragen kleine Stege und Geländer ins Wasser, was zwar nicht unbedingt störend ist, aber dennoch etwas Aufmerksamkeit erfordert. Vor allem wenn man in Gruppen unterwegs ist, sollte man eher hintereinander statt nebeneinander paddeln, um nirgends einzufädeln.

Beim ehemaligen Schleusenstrand befinden sich noch die Metallpfeiler der Staustufe im Boden verankert. In diesem Bereich fließt die Sattnitz auch für ihre Verhältnisse recht zügig. Daher rechtzeitig das SUP positionieren, um zwischen den Pfeilern gut durchpaddeln zu können. 

Beim Parkplatz als auch direkt am Fahrradweg über dem Einstieg zum Wasser herrscht an schönen Tagen mitunter viel Verkehr. Daher immer die Augen offen halten und sich vergewissern, dass man von keinem Auto oder Rad erfasst werden kann!

Der Einstieg zum Wasser führt vom Radweg über leicht felsiges und erdiges Terrain. Am besten trägt man hier noch Schuhe oder stabile Sandalen, bis man die knapp anderthalb Meter nach unten überwunden hat, denn die flachen Steine können durchaus rutschig sein.

Anfahrt

Mit dem Auto fährt man in unter 10 min vom Klagenfurter Stadtzentrum bis zum Parkplatz an der Sattnitz. Entlang der Villacher Straße geht es ungefähr 3 km in Richtung Seeufer, bis man beim Freizeitpark Minimundus an der großen Kreuzung nach links abbiegt (Beschilderung.: Wörthersee Süd/Lakeside Park). Nach 1,4 km findet man entlang der Wörthersee-Süduferstraße einen kostenlosen Parkplatz am rechten Straßenrand.

Die Anreise mit dem Bus erfolgt vom Zentrum idealerweise mit der Linie 8, 5310 oder 5327. In allen drei Fällen ist der Fußweg zum Tourstart nur kurz.

Außerdem kann man in Klagenfurt ganz flexibel mit dem eScooter zum Wörthersee und zur Sattnitz gelangen.

Überregionale Bus-, Bahn- und Flugverbindungen findet man über die Vergleichsportale Omio, Busbud sowie RailEurope.

Parken

Direkt an der Hauptstraße liegt ein kostenfreier Parkplatz mit einer Abstellfläche für ungefähr sechs Autos. Außerdem gibt es ausreichend Sitzmöglichkeiten und Platz auf der anliegenden Wiese. Auch an der gegenüberliegenden Straßenseite kann man sein SUP auf der Wiese startklar machen.

Baden

Die Sattnitz ist als Badealternative zum Wörthersee sehr beliebt, denn schließlich führt sie ja sein Wasser. Darum können auch die Wassertemperaturen mit jenen im See mithalten. Überall entlang des Baches findet man freie, grasige Uferzugänge sowie Liegeplätze für Sonnenanbeter und Badegäste.

Generell hat man fast überall einen guten Stand, denn das Wasser ist an den meisten Stellen maximal hüfthoch. Nicht unterschätzen darf man aber die Strömung. Obwohl sie sehr zahm ist, wird man von ihr leicht mitgezogen – Wasser hat eine ungeheuer starke Kraft. Wer es besonders seicht haben möchte, geht beispielsweise an der künstlichen Insel baden. Der durch sie entstandene bezaubernde Seitenarm der Sattnitz ist dort sowieso zu seicht zum SUPen.

Der (ehemalige) Schleusenstrand weist mittlerweile keine Schleuse mehr auf und so staut sich das Wasser in diesem Bereich nicht mehr. Im Internet findet man noch Fotos von vor 2021, als man hier noch in dem kleinen Stausee stehend planschen konnte. Dennoch kann man hier zu beiden Seiten gut ins Wasser gehen und sich ein wenig darin treiben lassen.

Der St. Ruprechter Sattnitzpark Ost wird von den Einheimischen als das Volksbad bezeichnet und war lange Zeit Klagenfurts Strandbad. Auf 6.000 Quadratmetern gibt es hier Umkleidekabinen, WCs, einen Spielplatz und Grillplätze.

Tour

Von der Schleuse an der Wörthersee-Süduferstraße bis zum Wehr beim Gasthaus zum Weinländer.

Länge

3,8 km

Dauer

60 Minuten

Ein- und Ausstieg

Einstieg bei der Schleuse an der Wörthersee-Süduferstraße.

Ausstieg vor der Schleuse beim Gasthaus zum Weinländer.

SUP-Verleih

Fanatic SUP Center 
(Strandbad Maiernigg) 
Süduferstraße 116, 9073 Klagenfurt
Tel. +43 (0)677 62963993

Click&Paddle Wörthersee
Selbstbedienungsautomat an der
Boots-Slipstelle, Berthastraße in Krumpendorf
Rabattcode „SUPAtlas“ für 20% Rabatt

SUP2GETHER
(im Strandbad Maria Loretto)
Lorettoweg 48, 9020 Klagenfurt
Tel. +43 (0)463 20323020

SUP2GETHER
(im Strandbad Klagenfurt) 
Metnitzstrand 2, 9020 Klagenfurt
Tel. +43 (0)463 20323020

Voll im Fluss am Wörtherseeabfluss

Wer zum SUPen an den Wörthersee kommt hat in erster Linie Österreichs bekanntesten See mit seinen belebten Ufern, ihren Badestränden, Beachbars und Hotels im Sinn. Wer denkt da schon an den künstlich angelegten Abfluss des Sees, der so unscheinbar und so versteckt daherkommt, dass man gar nicht auf die Idee käme, ihn zu paddeln. Aber genau in dieser abgeschiedenen Einzigartigkeit liegt der Reiz dieses 9 km langen Gewässers, das in weiterer Folge in die Glan einmündet.

Wir nehmen uns den Abschnitt zwischen der Wörthersee-Süduferstraße und dem beliebten Gasthaus zum Weinläder vor und finden einen kostenlosen Parkplatz direkt an der Straße schräg gegenüber des Einstieges. Egal ob man hier am Parkplatz oder direkt am Radfahrweg über dem Einstieg sein Material vorbereitet, achtgeben sollte man auf jeden Fall, denn beide werden an schönen Tagen stark befahren.

Vom Radweg zum Wasser überwindet man einen Höhenunterschied von etwa anderthalb Metern und sollte dabei trittfest sein, denn es ist mitunter erdig und steinig. Zwar ist die Sattnitz auch für Flussanfänger kein großes Hindernis, allerdings sollte man zu Beginn der Tour auf den zügig von rechts einströmenden Schleusenkanal achten. Hat man die anfänglichen Wellen überwunden geht es gleich direkt ab durch das Gebüsch und mit angenehmer Fließgeschwindigkeit an den Wochenendhäuschen gut betuchter Klagenfurter vorbei.

Des Wörthersees Entwässerungsgerinne ist ein verträumter Bach mit durchgehend einem bis zwei Metern Wassertiefe und einer Breite von zehn Metern. Offiziell heißt dieser Bach ja Glanfurt, wird aber von den Klagenfurtern liebevoll Sattnitz genannt, dessen slowenische Bezeichnung (Jezernica) wiederum „Fluss vom See“ bedeutet. Um die Verwirrung zu maximieren sei nebenbei erwähnt, dass es ja auch einen Gebirgszug namens Sattnitz gibt, der sich südlich der Sattnitz bzw. der Glanfurt erhebt.

Die einzige Messstation, welche direkt am Ende unserer Tour beim Gasthof zum Weinländer liegt, weist heute einen Wasserstand von 141 cm und eine Durchflussrate von 3.4 m³/s auf. Nach grober Schätzung liegt die Fließgeschwindigkeit wohl bei etwa 3,5 km/h – angenehm, um sich unterhaltsam ziehen zu lassen und gerade noch okay, um eventuell später gegen den Strom wieder zurück zu paddeln.

Wir kennen ja bereits den Beginn der Sattnitz am Ostufer des Wörthersees, der leider an der Straße aufgrund einer Schleuse sein abruptes Ende findet. Auf der anderen Seite, also entlang unserer heutigen Route, ändert sich das Gesicht des einzigen Seeabflusses radikal. Zwar gibt es immer noch unzählige Boots-, Bade- und Wochenendhäuschen, aber diese sind viel kleiner ausgelegt und teils hinter dichter Vegetation versteckt.

Längere Abschnitte erinnern stark an etliche Flüsse der Oststeiermark, und vermitteln das Gefühl quer durch die Wildnis zu paddeln. Dennoch befindet man sich noch im Klagenfurter Stadtgebiet und paddelt unter anderem am Wörtherseestadion vorbei, welches mit seinen 30.000 Sitzplätzen ursprünglich für die Fußball EM 2008 erbaut wurde.

Es gilt immer wieder den Kopf einzuziehen, wenn Büsche, Bäume oder Äste quer über den schmalen Strom ragen. Auch unzählige kleine Brücken und Rohrleitungen machen aus dem SUP-Vergnügen ein ständiges Auf und Ab, und solange man steht, kann man gut die verspielten Fischschwärme im glasklaren Wörtherseewasser bestaunen. Überraschenderweise begegnen wir jedoch nur einem einzigen Fischer.

Da das Zahmwasser so gemütlich ist, lasse ich meine Kamera gleich durchgehend an meinem Hals hängen, um ja keinen Schnappschuss zu verpassen. Und dann passiert es: ich verliere meinen Objektivdeckel und sehe ihn noch ein paar Sekunden auf dem Wasser schwimmen, bevor er dann untergeht und vom Wasser mitgespült wird. Zum Glück herrscht perfekte Sicht bis zum Boden und der Wasserstand ist maximal hüfthoch. Das Problem hingegen ist, dass auch die recht geringe Fließgeschwindigkeit starke Kräfte ausübt und es unmöglich ist, vom SUP aus den dahinziehenden Deckel mit dem Paddelblatt zu erwischen.

Irgendwann verliere ich die Sicht auf das verlorene Teil und gebe meine Suche auf. Ich sehe mich bereits am nächsten Montag im erstbesten Fotoshop einen neuen Objektivdeckel kaufen, als plötzlich meine Mitpaddlerin hinter mir ruft, dass sie den Deckel wieder vor sich treiben sieht. Diese Chance müssen wir nun nutzen und siehe da, auf wundersame Weise gabelt sich die Sattnitz im Bereich des Sattnitzparks zu ihrem einzigen Seitenarm entlang der Route und verlangsamt so das Wasser. Wir haben die Hälfte der Distanz zurückgelegt und der Objektivdeckel bleibt tatsächlich am Sandboden stehen.

Unsere SUPs parken wir im seichten Nebenarm und waten hinüber zum Plastikteil. Ein Griff mit den Zehen und schon ist der verloren geglaubte Deckel wieder gerettet. Das 14° warme Wasser bietet Anfang Mai noch eine angenehme Erfrischung und offenbart ob seiner Sichtweite aber nicht nur Verlorenes, sondern leider auch immer wieder auf Grund gelaufenen Müll. Eine Flurreinigung wäre hier sehr lohnenswert, aber wahrscheinlich nur mit Tauchern möglich.

Obwohl die Strecke immer geradeaus geht, ist sie alles andere als monoton, weil man sowieso nie weiter als die nächsten einhundert Meter sieht. Wir paddeln also mit einer ständigen Erwartungshaltung durchwegs geradeaus und passieren dabei auch unzählige freie Grasflächen am Ufer, die zum Relaxen einladen. Tatsächlich sind die unbewaldeten Ufer der Sattnitz mit ihren saftigen Wiesen und einladenden Parks im Sommer unter Badegästen sehr beliebt. Da hilft es natürlich, dass ein Radweg ufernah vorbeiführt und es immer wieder Sitzbänke und kleine Stiegen zum Wasser gibt.

Eigentlich erwarten wir noch eine kleine Stauung der Sattnitz, denn einige Fotos auf GoogleMaps weisen darauf hin. Der sogenannte Schleusenstrand dürfte im Sommer eine beliebte kostenlose Outdoorbadewanne sein, an der wir unsere SUPs umtragen müssten. Allerdings sind wir daran längst vorbei gepaddelt und bis auf drei Metallpfeiler steht nicht mehr viel von der einstigen Staumaßnahme. Das erkennen wir aber erst in der Rückschau nach der Tour, als wir uns die Frage stellen, wieso wir wider Erwarten keine Umtragung vornehmen mussten.

Sobald wir eine kleine Steinbrücke passieren, sich linker Hand eine saftige Wiese mit dahinterliegenden Tennisplätzen zeigt und die Sonnenschirme des Gasthaus zum Weinländer sichtbar werden, haben wir das andere Ende der Tour erreicht. Zur Wiese gibt es links weg mehrere Steinstiegen, und man kann hier im Anschluss herrlich Sonnenbaden. Wer eine Kräftigung benötigt, kehrt am besten beim Weinländer ein und genießt das Ambiente nahe der Wehranlage.

Danach fährt man entweder mit einem KFZ heim oder nimmt den Bus zurück in die Stadt. Die nächste Bushaltestelle liegt knapp 900 m entfernt in der Sattnitzgasse und ist zu Fuß binnen 10 min erreichbar. Von der Endstation der Linie A fahren die Busse durch das Stadtzentrum bis in den Norden Klagenfurts.

Alternativen: Will man sich ein wenig anstrengen, dann paddelt man die Route wieder stromaufwärts zurück, wie wir es tun. Dabei muss man phasenweise schon recht kräftig paddeln, aber bei oben beschriebenen Messständen ist es für erprobte Paddler keine extreme Herausforderung. Der Rückweg nimmt dann aber schon anderthalb bis zwei Stunden in Anspruch und offenbart dem Paddler viele Details entlang der Strecke, die zuvor übersehen wurden.

Andererseits kann man noch weitere vier Kilometer paddeln, bis die Sattnitz in die von St. Veit kommende Glan einfließt. Dazu muss man beim Gasthaus zum Weinländer das SUP Board etwa 450 m um das Wehr tragen und auf der anderen Seite wieder einsetzen. Möglicher Ausstieg wäre nahe den Bushaltestellen der Linien 7, 52 und 54.

Die letzte Option ist natürlich ein Tourbeginn an der Einsetzstelle hinter dem Gasthof Weinländer und die verbleibenden 4 km bis zur Mündung in die Glan zu paddeln. Möglicher Ausstieg wäre wieder nahe den Bushaltestellen der Linien 7, 52 und 54.

Viele andere SUP-Touren auf Kärntner Seen findest du übrigens im SUP Guide Kärnten.

Anspruch

2

Einkehr

2

Länge

3,8

Dauer

60 Minuten

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