Adresse

Drauschleife Wernberg

GPS

46.61972278981, 13.923926353455

Drauschleife bei Wernberg

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Drauschleife Wernberg

GPS

46.61972278981, 13.923926353455

Anspruch 1 |  Einkehr 1 |  Länge 3,8 km |  Dauer 1 Stunde

Der bezaubernde Altarm der Drau bietet einen veritablen SUP-Genuss bei stillem Wasser. Ein faszinierender Mix aus Lagunen- und Aulandschaft überzeugt dank karibischer Farben und Abgeschiedenheit auch weitgereiste und erfahrene Paddler.

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

An der Drauschleife gibt es verschiedene Schutzzonen, wodurch nicht nur für Fischer, sondern auch für Paddler etliche Punkte zu beachten sind:

Das Annähern mit dem SUP zur Halbinsel und den Schilfgürteln ist nur bis zu einer maximalen Distanz von 10 Metern erlaubt. Weiters ist jegliche Motorisierung untersagt.

Während der Nachtzeit (22 bis 5 Uhr) ist das Befahren der Drauschleife Wernberg ausnahmslos verboten.

Die Schutzzone „nördliche Steilwand“ wurde als Brutzone für Eisvögel auf einen Abstand von 30 Metern erweitert. Generell gilt jedoch im gesamten Revier, Vögel ungestört zu lassen und auch das Schilf zu meiden, zumal es ein Rückzugsort vieler Tierarten ist.

Verschmutzungen jeglicher Art, Campieren und offenes Feuer sowie übermäßiges Lärmen sind verboten.

Fischerbooten und Fischerleinen großräumig ausweichen, denn die Drauschleife ist primär ein Fischereigebiet.

Gefahren

Fischer, Fischerboote und Fischerleinen können natürlich immer auftauchen, jedoch ausreichend weit umfahren werden.

Um die Insel und die Halbinsel ist der Wasserstand sehr gering, sodass man mit den Finnen im Untergrund hängen bleiben und von Board katapultiert werden kann. Zwar ist das dank des geringen Wasserstandes keine große Gefahr, allerdings ist es möglich auf alte Angelhaken, alte Blechdosen oder spitze Steine zu fallen. Am besten gleitet man kniend heran und hält ausreichend Abstand zu Schilf, Tieren und Insel (mind. 10 m).

Bei ausreichendem Wasserstand kann man unter dem Holzsteg am Südostufer durchpaddeln, muss aber dafür sorgen, dass die Finne hinten nicht zu tief durch das Wasser schneidet. An den unter der Wasseroberfläche liegenden Steinformationen kann man einhaken und anschließend ins seichte Wasser bzw. auf den felsigen Untergrund stürzen. Eher kniend als hockend unter dem Steg durchgleiten!

Wer sich dazu entscheidet, auf die Drau raus zu paddeln, muss mit entsprechend stärkerer Strömung rechnen, besonders nach tagelangen Regenfällen.

Der Slow Trail verläuft direkt am Parkplatz bzw. am Ufer vorbei und wird an schönen Tagen stark von Radfahrern frequentiert. Daher beim Betreten und Verlassen des Wassers aufpassen, dass man niemandem im Weg steht oder sogar eine Kollision provoziert.

Anfahrt

Stand Up Paddeler fahren am besten von Villach kommend mit einem privaten Fahrzeug bis zum Südufer der Drauschleife.

Die Buslinie 3 fährt am HBF in Villach los und hält an ihrer Endstation in St. Ulrich (13 Stationen). Von der Bushaltestelle St. Ulrich legt man zu Fuß etwa 800 m bis zum Südufer der Drauschleife zurück.

Überregionale Bus-, Bahn- und Flugverbindungen findet man über die Vergleichsportale Omio, Busbud sowie RailEurope. Wer mit dem Flugzeug anreist, landet entweder in Klagenfurt oder in Ljubljana – das sind die zwei nähesten Flughäfen in der Region.

Parken

Unter der Autobahnbrücke der A 11 Karawanken Autobahn als auch entlang des Schotterweges gegenüber vom Bootssteg gibt es ausreichend kostenlose Parkflächen.

Baden

Die Drauschleife wird vom Wasser der Drau gespeist, aber als stehendes Gewässer erwärmt das Wasser dieses Altarmes natürlich deutlich stärker. Man kann hier bedenkenlos schwimmen, zumal es unzälige Wasserzugänge entlang des Slow Trails gibt.

In der kühlen Drau ist Schwimmen zwar nicht empfehlenswert. Bei schwacher Strömung ist es jedoch möglich. Wenn man sich dazu entscheiden sollte, es doch zu wagen, dann bitte nur im Uferbereich bleiben!

Tour

Vom Bootssteg u-förmig zum anderen Ende der Drauschleife und wieder zurück.

Länge

3,8 km

Dauer

1 Stunde

Ein- und Ausstieg

Am Bootssteg des Südwestufers.

SUP-Verleih

Draupaddelweg
Dahlienweg 14, 9161 Maria Rain
Tel. +43 (0)463 2032 30100

Fels & Wasser
Flurweg 20, 9524 Villach
Tel. +43 (0)650 6161327

Click&Paddle Faak
Selbstbedienungsautomat beim Schilfmäander
Rabattcode „SUPAtlas“ für 20% Rabatt
Bachstraße, 9583 Faak

SUP2GETHER
Mobiler SUP Verleih
Am Birkengrund 26, 9073 Klagenfurt
Tel. +43 (0)463 20323020

Im versteckten Fischerparadies

Manchmal muss man gar nicht weit vor die Haustüre gehen, um noch unbekannte Naturparadiese zu finden. So erging es uns auch mit dem verträumten Altarm der Drau im Osten von Villach. Bei der Suche nach unbekannten Paddelspots stellten wir uns plötzlich die Frage, die uns noch nie in den Sinn gekommen war: “Könnte man da eigentlich auch paddeln?”.

Die Drau ist uns im Raum Villach schon sehr gut bekannt, aber leider fällt einem vom Fluss aus gar nicht auf, dass sich abseits des Ufers ein verstecktes Fischerparadies mit herrlichen Wasserfarben und absoluter Stille befindet. Im Süden der hufeisenförmigen Wasserfläche zieht die Autobahn A 11 in und aus Richtung Slowenien vorbei, die Eisenbahnstrecke zwischen Villach und Klagenfurt führt sogar ein wenig über das Wasser.

Allerdings verstummen deren Geräusche größtenteils im Labyrinth der Uferbewaldung und vor SUP-Abenteurern breitet sich ein einzigartiges Mini-Revier aus. Dieses ist nicht nur aufgrund seiner Vielfalt im Wasser unter Fischern beliebt, sondern ob seiner Vielfalt in der Luft auch unter Ornithologen. Angeblich wurden hier bisher an die 130 Vogelarten gezählt.

Indes zählen wir nur ein paar Autos auf den Schotterparkplätzen unter der Autobahnbrücke und vor den Bootsanlegestellen. Schnell sind unsere Boards vom Autodach genommen und zum Holzsteg gebracht. Unsere Blicke streifen über das stillstehende türkis-grüne Wasser und bleiben an der Gerlitzen dahinter stecken. Eingekesselt zwischen den Karawanken und der Drau im Süden sowie den Ossiacher Tauern im Norden, liegt die Wernberger Drauschleife genau an der Grenze zwischen dem Stadtgebiet Villachs und Villach-Land. Zwar ist das Wasser heute etwas trüb, aber man sieht deutlich bis zum Boden, und der ist an den meisten Stellen keine drei Meter tief.

Bereits nach wenigen hundert Metern verstummen die Geräusche der Autobahn und wir erleben bereits den ersten Aha-Moment: der heutigen Eisenbahnbrücke über das Wasser sind die ehemaligen Brückenpfeiler der 1864 in Betrieb genommenen Teilstrecke zwischen Villach und Klagenfurt vorgelagert. Der kaum einprägsame Namen der damaligen Betriebsgesellschaft lautete zunächst Kaiserlich & königlich privilegierte südliche Staats-, lombardisch-venetianische und central-italienische Eisenbahngesellschaft, er wurde jedoch im Verlauf der Zeit im Zuge einer Firmenfusion auf die einfachere Bezeichnung Südbahn geändert.

Als 1959 die alten Bahngleise abgetragen und durch eine neue Brücke ersetzt wurden, blieb ein Teil der Brückenpfeiler stehen und kann von uns nun bestaunt werden. Das Imposante daran sind weder die Architektur noch die besondere Schönheit des Brückenskeletts, sondern die Tatsache, dass aus den Pfeilern im Laufe der Jahre Nadelbäume empor gewachsen sind. Es ist schon erstaunlich, dass sich sogar auf einem schier unfruchtbaren Untergrund wie steinernen Brückenpfeiler standhafte Bäume festwurzeln können.

Überhaupt ist das ganze Umfeld der Drauschleife eine wahre Natursehenswürdigkeit, führt doch auch ein Slow Trail vom Kloster Wernberg kommend am Ufer des stehenden Gewässers entlang. Der durch den Wald verlaufende Wanderweg bietet an mehreren Stellen nette Aussichspunkte und Sitzgelegenheiten. Wer nur diesen Weg abmarschieren möchte, fährt am besten direkt zum Kloster aus dem 13 Jahrhundert und folgt der Beschilderung bis zum Wasser runter. 

Von unserer Position aus sehen wir diesen Slow Trail aber noch nicht und richten hingegen unser Augenmerk auf den Schilfgürtel entlang der beschaulichen Halbinsel zu unserer Rechten. In der Ferne entdecken wir zwar vereinzelt Fischer in ihren Booten, die können wir aber großräumig umpaddeln. Als wir den Schilfgürtel hinter uns lassen und unsere SUPs zur dominanten Wand am Nordufer ausrichten, erhebt sich rechts plötzlich das Kloster Wernberg sechzig Meter über dem Wasser. Mindestens genauso imposant sind aber auch die Seerosen, die einen rosa-violetten Teppich ausgebildet haben und so im seichten Nordufer verwurzelt sind.

Wir paddeln ein Stück am Nordufer entlang und halten ausreichend Abstand zur nördlichen Steilwand, denn diese ist als Brutzone für Eisvögel geschützt. Nachdem man hier sowieso angehalten ist, mindestens 30 m Abstand zum Ufer zu halten, folgen wir unserer Neugier, die uns zur winzigen Schilfinsel ruft. Auf dem Weg dorthin wird das Wasser immer klarer und seichter, bis unsere Finnen im Lehmboden stecken bleiben und uns mit einem sanften Ruck beinahe vom Board schütteln. Das wäre aber nicht weiter schlimm, da wir sowieso absteigen und die romantische Ruhe mitten am Wasser genießen wollen.

Wir erleben eine Mischung aus maritimer Lagunenlandschaft und alpinen Gefühlsregungen, denn auch der Anblick der Karawanken mit ihrem dominanten Mittagskogel lädt uns zum Träumen ein. Zum Schilf fahren wir nicht rüber, sondern halten uns nur an den alten Baumstümpfen auf, um die nistenden Vögel in der Mitte der Insel in ihrem Habitat nicht zu stören. Somit gewähren wir ihnen etwa 50 m Abstand und sie scheinen unsere Anwesenheit nicht zu merken.

Auf dem Weg nach Süden paddeln wir über drei im Wasser liegende Autoreifen, ein Zeichen dafür, dass es immer noch zu viele schamlose Naturignoranten auf dieser Welt gibt. Leider haben sich hier auch offensichtlich besonders rücksichtsvolle Fischer ihrer Getränkedosen entledigt. Am anderen Ende des hufeisenförmigen Wassers werden wir jedoch wieder mit wunderschönen Ausblicken belohnt. Hier können wir ebenfalls alte, bewaldete Brückenpfeiler bestaunen und entdecken vor uns einen kleinen Holzsteg unter dem man gerade noch durchpaddeln kann.

Auf dessen anderer Seite liegt uns das Paradies zu Füßen. Da die Drau hier in der Nähe direkt ihr türkises Wasser an die Drauschleife abgibt und das ganze Areal geflutet hat, entstand eine einzigartig verschachtelte Aulandschaft. Auf dem Satellitenbild sieht man gut, wie weitläufig dieses Wasserlabyrinth ist, und wer möchte, kann sich dort für ein paar ruhige Momente zurückziehen oder raus zur Drau paddeln. Beides hat seinen Reiz, beides können wir empfehlen. Das Beste ist jedoch, dass wir all diese Kraftorte auf unserem Rückweg zum Bootssteg noch einmal erleben dürfen, bevor wir wieder unsere Boards aufschnallen und den Heimweg antreten.

Alternativen: Man kann auch lediglich eine Länge dieser Tour paddeln, indem man beispielsweise vom Bootssteg im Südwesten rüber zur Auladschaft im Südosten paddelt. Von dort kann man dann zu Fuß wieder zurück zum Auto marschieren (ca. 400 m).

Man kann aber auch auf der Drau weiter paddeln und beispielsweise nach 1,7 km im Ort Sankt Niklas anlanden. Wer mehr Kilometer absolvieren möchte, peilt als nächsten Stop das Kraftwerk Rosegg – St. Martin an (6,5 km) oder paddelt noch weiter entlang der Drau.

Viele weitere SUP-Touren auf Kärntner Seen findest du übrigens im SUP Guide Kärnten.

Anspruch

1

Einkehr

1

Länge

3,8 km

Dauer

1 Stunde

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