Magdalensee
Adresse
Magdalensee
GPS
46.6174617, 13.892932489032
Anspruch 1 | Gastronomie 1 | Distanz 1,4 km | Dauer 30 Minuten

Am Stadtrand von Villach liegt der ca. 14 ha große, idyllische und sonnenverwöhnte Magdalenensee in einer flachen Mulde. Das glasklare, türkise Wasser lädt ein zu einer kleinen Erkundungstour inklusive Abkühlung zwischendurch.
Allgemeine Infos
- KärntenCard
- Magdalensee Wikipedia
- Villach Touristeninfo
- Kärnten Touristeninfo
- Paddelstadt
- Klima
- Wind, Wellen, Wetter


Befahrungsregeln
Badegäste, Fischerboote und Ruderboote haben stets Vorrang.
Gefahren
Der Zugang zum Wasser an der kleinen Brücke führt über ein kurzes, recht steiles Stück Wiese. Vor allem bei feuchtem Gras besteht Rutschgefahr, und es ist egal, an welcher Straßenseite man zum Wasser hinuntersteigt.
Da entlang der Straße wenig Platz zum Ausweichen ist, bitte vorsichtig mit dem SUP hantieren und den Straßenverkehr immer im Blick behalten.
Wer unter der Brücke hindurch muss, um auf den See zu gelangen, muss auf allen Vieren oder in Bauchlage die ersten Meter auf dem SUP absolvieren. Beweglichkeit und Stabilität am Board sind also wichtig.
Anfahrt
Aus Villach kommend mit dem PKW die St. Magdalener Straße nach Osten nehmen und nach 1,5 km geradeaus über den Kreisverkehr fahren. Nach weiteren 400 m biegt man auf Höhe des Sportplatzes (rechter Hand) nach links ab und biegt nach weiteren 400 m nochmals links in die Peter-Melcher-Straße ein. Nach der Bahnunterführung nochmals links weg in den Höhenweg und von dort ein letztes Mal nach links in die Seepromenade.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich die Anfahrt jedoch leider schwierig, da man weite Strecken bis zum See zu Fuß zurücklegen muss.
Überregionale Bus-, Bahn- und Flugverbindungen findet man über die Vergleichsportale Omio, Busbud sowie RailEurope. Wer mit dem Flugzeug anreist, landet entweder in Klagenfurt oder in Ljubljana – das sind die zwei nächsten Flughäfen in der Region.


Parken
Direkt neben dem öffentlichen Freibad gibt es lediglich zwei Parkplätze. Die dorthin führende Straße ist einspurig und das Wenden kann mühsam werden, sofern keine Privateinfahrt geöffnet ist. An der Abzweigung Höhenweg – Seepromenade, etwa 300m vor dem Freibad, bietet sich noch eine zusätzliche Abstellfläche für einige PKW am Straßenrand an. Jedoch parken auch immer wieder KFZ entlang des Höhenweges.
Erwähnenswert ist jedoch, dass man über das Strandbad nicht mehr in See stechen darf, weshalb nur mehr die kleine Brücke am Westufer über dem Seeabfluss öffentlich für Paddler frei zugänglich ist. Von den oben erwähnten Parkplätzen geht man zu Fuß an die 700–1000 m.
Entlang der Peter-Melcher-Straße kann man sein KFZ auf Höhe der kleinen Brücke über den Abfluss des Sees ebenfalls abstellen und entgeht dementsprechend dem langen Fußweg.
Baden
Der Magdalenensee ist ein Insider-Tipp für all jene, die ohne Zeitdruck und abseits vom großen Tourismus baden möchten. Rund um den See ist zwar fast alles in privater Hand, es gibt jedoch ein Freibad und eine Zustiegsstelle von der vorbeiführenden Seepromenade aus. Der See wird aus dem Grundwasser gespeist und hat somit auch keine Zuflüsse. Wahrscheinlich ist er deswegen so strömungsarm und sehr warm (bis zu 25 °C). Die Seezugänge sind überall grasig und schotterfrei, somit auch für Kinder ideal.

Tour
Vom Seeabfluss am Westufer einmal um den See herum.
Länge
1,4 km
Dauer
30 Minuten
Ein- und Ausstieg
An der Brücke über dem Seeabfluss (Westufer).

SUP-Verleih
Draupaddelweg
Dahlienweg 14, 9161 Maria Rain
Tel. +43 (0)463 2032 30100
Fels & Wasser
Flurweg 20, 9524 Villach
Tel. +43 (0)650 6161327
Click&Paddle Faak
Selbstbedienungsautomat beim Schilfmäander
Rabattcode „SUPAtlas“ für 20 % Rabatt
Bachstraße, 9583 Faak

Verstecktes Naturjuwel für Genießer
Der Magdalenensee ist ein gut versteckter Geheimtipp im Villacher Ortsteil St. Magdalen und für eine kleine Erkundungstour zwischendurch ideal geeignet. Bitte nicht verwirren lassen, denn die Einheimischen nennen ihn auch Magdalener See beziehungsweise Magdalensee. Es ist alles das gleiche ca. 14 ha große Gewässer mit einer maximalen Tiefe von 5,2 m und einer Uferlinie von ca. 1,5 km Länge.
Wir entscheiden uns nicht für den Einstieg über das sympathische öffentliche Freibad am Südufer, denn hier sind seit geraumer Zeit SUPs nicht mehr erlaubt bzw. erwünscht. Für einen Ort, der sich als Paddelstadt vermarktet, ist das schade, aber zum Glück gibt es ja noch eine andere Möglichkeit, diesen See per SUP über einen öffentlichen Zugang zu betreten. Also parken wir entlang des Westufers am Straßenbankett, welches einige freie Stellflächen anbietet, und gehen von dort zu Fuß bis zur kleinen Brücke über dem Abfluss des Sees.
An der Schutzplanke kommen wir leicht vorbei und gehen den kleinen, aber steilen Grashang hinunter zum Wasser. Vorsicht ist geboten, weil zu beiden Straßenseiten nur wenig Platz hinter dem Metallzaun besteht und man im Wasser keinen guten Stand hat. Daher lassen wir unsere Boards langsam ins Wasser und steigen direkt vom Ufer darauf, was auch Geschick und Körperkontrolle erfordert.


Wir fahren nach links in Richtung Nordufer, vorbei an kleinen Privatstränden, und trauen unseren Augen und Ohren nicht, als wir an einem Steg eine große Sommerparty beobachten. Dutzende Menschen im Wasser und an Land verfolgen unter großem Gelächter einen männlichen Stand-up-Paddler auf High Heels, wie er mühselig und wackelig versucht, so schnell wie möglich ein Tretboot zu umrunden und wieder zurück an Land zu kommen.
Das Ganze wird zur Unterhaltung der Zuseher von einem Moderator auch penibelst benotet und kommentiert. Wir fragen nach: Zum bereits zweiten Mal veranstaltet die Villa Mayer Anfang Juni ihren High Heel Stand-up Paddle Contest und kann bereits auf ein Feld von ca. 20 motivierten Freizeitsportlern verweisen. Gewonnen hat natürlich eine Frau. Erfahrung dürfte sie im Schuhwerk mehr gehabt haben, als ihre männlichen Mitstreiter. Wir lassen uns gerne auf ein Getränk einladen und bleiben bis zur Siegerehrung.
Danach geht es über das nette Ostufer zum öffentlichen Badestrand Relaxbeach. Die Musik verliert sich in der leichten Abendbrise und wir genießen die tief stehende Abendsonne, während sie nicht nur den See, sondern auch die Karawanken streichelt. Die Häuschen sind hier teils direkt ans Wasser gebaut und blockieren die Sonneneinstrahlung nicht sonderlich.



Es geht auf dem glasklaren und teils seichten Wasser am dichten Schilf des Südufers vorbei und wir halten den Blick stets auf die herrliche Unterwasserwelt gerichtet. Durch das klare, ruhige Wasser sehen wir wunderschöne Pflanzenteppiche und Fischschwärme unter unseren Boards vorbeiziehen. Welse, Amurkarpfen, Schleien und Barsche teilen sich den See gemeinsam mit weiteren Fischarten. Ein Angebot, das einige Fischer gerne annehmen und mit ihrem Ruderboot rausfahren, um ihr Glück zu versuchen. Schließlich wurde 1996 ein zwanzigjähriger Karpfen mit rekordverdächtigen 26 kg und 1,3 m Länge aus dem See gezogen.
Der See ist zwar bis auf das Südufer stark verbaut, jedoch passen die kleinen Hütten und Privathäuser perfekt ins Gesamtbild und es stechen keine architektonischen Bausünden hervor. Wir nähern uns bereits wieder dem Abfluss des Sees und staunen nicht schlecht, denn hier beobachten wir zwei Mädels bei ihrem mutigen Versuch, zu zweit auf einem Board stehend über den See zu gleiten. Sie machten aus der Not eine Tugend, denn leider hatten sie das zweite Board zu Hause vergessen. Dank der Windstille und des ruhigen Wassers kann man das hier durchaus mal probieren. Spaß haben die zwei auf jeden Fall.
Zum Abschluss kühlen wir uns nochmals im angenehm warmen Wasser ab, packen unser Equipment wieder ein und freuen uns auf ein knuspriges Backhendl beim Gasthof Hopf um die Ecke. Auch wenn der See nur klein ist, Entspannung und Unterhaltung konnten wir hier im Doppelpack genießen.



Diese und noch viele andere SUP-Touren auf Kärntner Seen findest du übrigens im SUP Guide Kärnten.
Ein Kommentar zu „Magdalensee“
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Einfache und nicht anstrengende Tour. Auch für Anfänger gut geeignet. Schön besonders außerhalb der Sommersaison, wenn man den See für sich alleine hat

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