Mur – Graz/Auwiesen nach Kalsdorf

Sanftes Flusswandern an der winterlichen Mur

Address

Graz Auwiese

GPS

47.013481019871, 15.462849140167

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Graz Auwiese

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47.013481019871, 15.462849140167

Anspruch 3 Paddel  |  Einkehr 1 Krug  |  Länge 8 km |  Dauer 1,5 – 2 Stunden

Eine verträumte Flussinsel, Altarme und eine unglaubliche Idylle. Das kann man südlich der zweitgrößten Stadt Österreichs ganzjährig erleben. Obendrein lädt die Mur zum Baden, Fischen und Entspannen ein und das nur wenige Kilometer vom Zentrum der österreichischen Metropole entfernt. Sozusagen Stadt, Land, Fluss auf steirisch!

Befahrungsregeln

Es gelten die gängigen Wasserverkehrsregeln: Rechtzeigiges Ausweichen vor anderen Wasserfahrzeugen, nicht bis an die Wehren heranfahren, sondern früh genug davor aus dem Wasser gehen oder umkehren sowie vor Nistplätzen ausweichen.

Gefahren

Die Mur weist auch im relativ ruhigen Abschnitt in Graz und südlich davon klassische Fließwassergefahren auf, daher gilt es stets, den Wasserstand zu beobachten und abzuwägen, ob die eigenen Fähigkeiten, eine Tour zulassen. Vor allem nach stärkeren oder längeren Regenfällen kann die Fließgeschwindigkeit auch auf diesen ansonsten recht strömungsfreien Abschnitten stark zulegen.

Beim Einstieg unter der Autobahnbrücke besteht an der Slipanlage extreme Rutschgefahr. Am besten das Board vom Ufer, statt von der Slipanlage ins Wasser legen und besteigen.

An den Kraftwerken Gössendorf (das erste Kraftwerk) und Kalsdorf (das zweite Kraftwerk) sollte man natürlich deutlich vorher aus dem Wasser gehen und nicht bis ganz nach vorne hinfahren.

An der Insel (ca. 1,3 km) nach dem Kraftwerk Gössendorf ist mit vermehrten Strudeln und Kehrwässern zu rechnen. Selbes gilt für die Altarme links und rechts davon. Hier sollte man auch nur durchfahren, wenn der Wasserstand ausreichend hoch ist. Generell ist der rechte Altarm dazu besser geeignet, da er breiter und tiefer ist.

Beim Ausstieg in Kalsdorf gibt es keine befestigte Ausstiegsstelle und man muss sich einen geeigneten Platz entlang des Ufers suchen. Dieses ist relativ steil, dafür nicht sehr hoch. Rutschgefahr besteht vor allem im Winter bei Schnee und Eis.

Anfahrt

Vom Grazer Zentrum kommt man entweder über den Bezirk Liebenau oder Puntigam zur Puntigamer Straße. Diese folgt man bis zum Kreisverkehr am Südgürtel und nimmt hier die Ausfahrt Richtung Murfelder Straße (Straßenbeschriftung, direkt vor den Glashäusern). Man kommt damit in die Murfelder Straße, welche man ungefähr 2,6 km bis zum Ruder Club Graz runter fährt.

Parken

Einstieg Graz: Nahe dem Bootshaus des Ruder Club Graz bzw. dem Wasserdienst der Feuerwehr kann man entlang der Murfelderstraße bzw. der Eichbachgasse meist gut parken.

Ausstieg: An der Murgruberstraße beim Schotterwerk neben dem Kraftwerk, in Fahrtrichtung rechts, ca. 3 km nach dem Ortskern von Fernitz

Baden

Die Mur bleibt auch im Sommer deutlich unter 20° Wassertemperatur. Dennoch kann man dank der neuen Staustufen und der geringen Strömung im Raum Graz auch an geeigneten Stellen zum Schwimmen ins Wasser steigen. Das Naherholungsgebiet Auwiesen, gleich hinter der Autobahnbrücke beim Einstieg Ruder Club eignet sich dazu sicherlich am besten. Hier wurde auch ein kleiner künstlicher See angelegt, welcher als stehendes Gewässer noch etwas wärmer ist, obwohl er von der Mur gespeist wird.

Abseits der Auwiesen ist der Zugang je nach Wasserstand mehr oder weniger steil und führt durch ufernahes Gebüsch. Im Bereich der Wasserkraftwerke ist das Einsteigen und Schwimmen untersagt!

SUP-Vermietung

SUP Experience
Freizeitpark Auwiesen, Eichbachgasse 900
8041 Graz (Mur Auen, Stausee)
Tel. +43 (0)699 13040934

SUP Sportclub Graz
Tel.+43 (0)677 62398706

Tour

Vom Bootshaus des Ruderclub Graz unter der Autobahnbrücke los, beim Kraftwerk Gössendorf vorbei und durch die Altarme des Flusses bis zum Kraftwerk Kalsdorf

Länge

8 km

Dauer

1,5 – 2 Stunden

Einstieg

Bootshaus des Ruderclub Graz unter der Autobahnbrücke in Liebenau.

Ausstieg

Am linken Murufer vor dem Kraftwerk Kalsdorf

Übernachtung

Kai 36 – Hotel zwischen Fels und Fluss
Kaiser-Franz-Josef-Kai 36, 8010 Graz
Tel. +43 (0)316 813300

ARGOS Graz Serviced Apartments Self Check-In
Burggasse 15, Innere Stadt, 8010 Graz
Tel. +43 (0)316 38490990

Zur Steirerstub’n
Lendplatz 8, Lend, 8020 Graz
Tel. +43 (0)316 7168 55

Einkehr

Erholungsheuriger Austüberl
Au 95, 8073 Feldkirchen/Graz
Tel. +43 (0) 664 1005760

Steak Boutique
Bindergasse 1, 8010 Graz
Tel. +43 (0)316 225719

Citybeach
Erzherzog-Johann-Brücke, 8010 Graz
Tel. +43 (0)676 7927204

Auf sanften Wassern der Wintersonne entgegen

Der Hauptfluss der Steiermark fließt auf seinen 453 km nicht nur durch Graz, sondern auch weiter nach Slowenien, Kroatien und nach Ungarn, um an der kroatisch-ungarischen Grenze in die Drau zu münden.
Die Flußabschnitte südlich von Graz sind der ideale Ausgangspunkt für eine gemütliche Paddeltour nahe der steirischen Landeshauptstadt und sind auch für SUP-Einsteiger gut geeignet.

Wir starten unsere Tour in Liebenau, dem südlichsten Bezirk der Stadt und parken unser Auto im Bereich der Autobahnbrücke bzw. des Ruderclubs. Von hier kann man gut in die Mur zusteigen und man findet auch genügend Freiraum, um sein Material fahrbereit zu machen. Als Alternative bietet es sich noch an, unter der Brücke durch und zum etwa 300 m entfernten Naherholungsgebiet Auwiesen zu gehen, um von dort in den künstlich angelegten See einzusteigen. Dort befinden sich auch Sanitäranlagen sowie ein SUP-Verleih.

Wir können es jedoch kaum erwarten am Wasser zu stehen und steigen daher an der Slipanlage der Berufsfeuerwehr unter der Autobahnbrücke ein. Aber Vorsicht: es besteht Rutschgefahr auf der Rampe! Daher ist es besser die Boards vom Kai aus ins Wasser zu legen und aufzusteigen. Das Wasser ist hier ruhig und die Strömung nach Süden extrem schwach.

Los geht es nach links und unter der Brücke durch, denn unser erstes Ziel erwartet uns in 1,8 km kurz vor dem Kraftwerk Gössendorf. In den letzten Jahren sind im Süden der Landeshauptstadt drei Staustufen entstanden, weshalb das Gebiet nun wirklich für jedermann befahrbar ist.

Gleich nach der Autobahnbrücke befindet sich zu unserer linken das beliebte Naherholungsgebiet Auwiesen, welches 2013 eröffnet wurde und der Bevölkerung eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten anbietet. Man kann hier schwimmen, spazieren gehen oder an der Callisthenics-Anlage trainieren. Auf der 3500 m² großen Liegewiese gibt es auch Grillplätze und Liegedecks. SUPXperience bietet hier weiters Pedal Kajak, Waterbikes sowie Bubble Soccer an.

Die Wasserqualität ist zufriedenstellend, was in letzter Zeit sogar zur Rückkehr einiger sensibler Fischarten (z.B. Äschen) geführt hat. Des weiteren wurde der Fluss 2014  mit dem European River Price ausgezeichnet.Im Folgejahr wurde die Mur für den Thiess International Riverprice nominiert und erzielte dabei den zweiten Platz.

Entlang der beiden Flussufer führt ein gut präparierter Schotterweg bis nach Mellach runter und lädt zum Radfahren, Laufen und Spazierengehen ein. Nun sind wir endgültig in der Ruhezone angekommen und begegnen am Wasser nur einigen Ruderer, welche hier am Wasser gerade trainieren.

200 m vor dem Kraftwerk Gössendorf befindet sich am rechten Ufer ein Stiegenaufgang zum Schotterweg. Hier müssen wir anlanden, um die Boards 400 m weiter unten nach dem Kraftwerk wieder ins Wasser zu lassen. Die Stiege, welche ungefähr 150 m unter dem Kraftwerk wieder zum Wasser führt ist lange und steil. Hier ist besondere Vorsicht beim Einstieg geboten und am Wasser mit erhöhten Turbulenzen zu rechnen (Kehrwasser, stärkere Strömung).

Wir nehmen den angenehmen Schwung mit und lassen uns auf dem zweiten Drittel unserer Tour vom Wasser Richtung Insel und Altarme treiben. Je weiter wir nach Süden kommen, umso menschenleerer wird auch die Promenade links und rechts über uns. Nun sind wir alleine am Wasser und sehen schon die einsame Insel mittig im Fluss näherkommen. Wir entscheiden uns rechts vorbei zu fahren, denn nach der Insel geht es gleich weiter in den rechten Altarm der Mur. Dieser ist breiter und auch tiefer als sein Pendant am anderen Ufer und wir befinden uns mitten in einer scheinbar unberührten Aulandschaft. Flusseinsteiger können in der leichten Strömung hier gut das Anfahren ins Kehrwasser üben, denn das Wasser ist weder tief, noch schwemmt es die Boards beim Sturz schnell weg. Jedoch sollte man die tiefliegenden Baumäste und das Gebüsch am Ufer im Auge behalten. Mit erhöhtem Schwung spült es uns wieder zurück auf den Hauptfluss und wir paddeln der Brücke entgegen, welche Kalsdorf und Fernitz verbindet.

Hier heißt es Kopf einziehen und sich kurz bücken und dann liegt auch schon das letzte Drittel der Fahrt vor uns. Bis zum Ziel, dem Kraftwerk Kalsdorf sind es noch 2,9 km, wir werden jedoch 300 davor schon aus dem Wasser steigen. Davor müssen wir jedoch nochmals fest paddeln, weil die Strömung gleich null geworden ist. Wir kommen in einen angenehmen Groove und paddeln rhythmisch der Wintersonne und dem Kraftwerk entgegen. Es braucht nicht viel, um sich pudelwohl und glücklich zu fühlen. Das Serotonin durchströmt uns und lässt uns einen Flowzustand erleben.

Kurz vor dem Kraftwerk müssen wir dann unsere Blicke schärfen, um eine geeignete Ausstiegsstelle zwischen den Büschen am Ufer zu finden. Dieses ist zwar steil, aber nicht sehr hoch, dennoch ist Trittfestigkeit gefragt. Diese Tour macht eindeutig Lust auf mehr und könnte noch beliebig weiter Richtung Süden ausgedehnt werden. Aber das sparen wir uns für ein anderes Mal auf.

Alternative: Die Kurzvariante dieser Tour führt lediglich bis zum Kraftwerk Gössendorf, welches 2013 erbaut wurde. Die knapp 1,9 km lange Strecke (bitte nicht direkt ans Kraftwerk heranfahren!) eignet sich auch gut, um ein schnelles Tempo zu fahren und aus der Runde ein Sprint- bzw. Intervalltraining zu machen. Andererseits kann man hier in einer Stunde hin und retour eine gemütliche Spazierfahrt einlegen.

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