Adresse

Pillersee

GPS

47.544930754382, 12.57007598877

Adresse

Pillersee

GPS

47.544930754382, 12.57007598877

Anspruch 1 Paddel  |  Einkehr 1 Krug |  Länge 1,6 km |  Dauer 30 – 40 Minuten

Der Pillersee ist zur Hälfte Naturschutzgebiet und obwohl nur der halbe See paddelbar ist, bleibt ein vollmundiger Eindruck zurück. Der Mix aus See und Alm versprüht Tiroler Charme.

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

Bitte die Kühe in Ruhe lassen sowie das Streicheln und Füttern vermeiden! Die Schilfzonen als auch das Naturschutzgebiet dürfen nicht befahren werden, also spätestens bei der Holzabsperrung zur Seemitte umkehren! Ebenso ist anfallender Müll mitzunehmen und anderen Wassersportlern auszuweichen.

Der See ist für seinen Forellenreichtum bekannt und daher auch für viele Fischer interessant. Diesbezüglich gilt es vorausschauend zu paddeln und die Fischerleinen zu umfahren.

Gefahren

Die Kühe, welche ab und zu am nordöstlichen Seeufer grasen, sind zwar niedlich und schön anzusehen, dennoch ist Vorsicht geboten. Streicheln oder füttern ist unnötig, denn ist die Kuh mal vom gutgemeinten Menschen genervt und erkennt dieser ihre Warnsignale nicht, sind unschöne Szenen vorprogrammiert. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kälber dabei sind, die natürlich von den älteren Kühen bis aufs Blut geschützt und verteidigt werden. Zwar laufen jedes Jahr neue Kälber am See herum, die von Geburt an an Menschen, Hunde und Autos gewöhnt sind, allerdings ist auch das kein Grund, sie wie Haustiere zu streicheln.

Nordwinde können öfters aufkommen und Paddler in Richtung St. Ulrich drücken, dann kann das Zurückpaddeln zum SUP-Verleiher schwierig werden. Allerdings ist der See so schmal, dass man schnell am Ufer ist und zur Not entlang des Uferweges zurück marschieren kann.

Der See ist zwar klein, aber an manchen Tagen eher für Hartgesottene, denn das Wasser wird auch im Sommer nach kühleren Perioden extrem schnell kühl. Nach einer Regenwoche sinkt die Wassertemperaturen leicht und teils deutlich unter 20° C.

Anfahrt

Von Kitzbühel kommend nimmt man am besten die B 178 in nördliche Richtung und passiert dabei St. Johann und Kirchdorf. Bei Waidring nimmt man die Abzweigung nach Waidring (Straßenbeschilderung) und fährt damit in die Dorfstraße ein, welche man nach etwa 1,2 km wieder nach rechts verlässt und damit in die Pillerseestraße einfährt. Den Straßenverlauf 4,2 km geradeaus folgend zweigt man danach an der Forellenranch links in die Niedersee Straße ein und ist binnen einer Minute beim SUP Verleih und an der Einstiegsstelle. Die Zufahrt zum See ist allerdings eine Mautstraße und mittels Schranken abgesperrt. Mit der Pillerseetal Card kommt man hier kostenlos rein, ansonsten wirft man drei Euro (Stand 2023) direkt am Schranken ein, um bis zum Parkplatz fahren zu können.

Parken

Im Bereich von SUP `N´ FUN gibt es am Nordostufer einen Parkplatz mit Almcharakter. An schönen Tagen ist es sinnvoll, schon früh hier zu sein, denn der See ist vor allem auch aufgrund seiner Alleinstellung im Tal beliebt. Der Verleiher hat manchmal alle SUPs gleichzeitig verliehen – etwa 20 Stück, entsprechend viel kann hier los sein. Zum Parkplatz kommt man nur über die kurze Mautstraße hinter der Forellenranch.

Baden

Der Pillersee ist der einzige größere See in der Region und daher als Bade- und Ausflugsdestination sehr beliebt. Im Sommer punktet er mit durchschnittlich 19° C Wassertemperatur, wobei nach ein paar warmen Tagen auch 20° C ein wenig überschritten werden. Andererseits kann er auch nach sommerlichen Regen- bzw. Kälteperioden schnell für ein paar Tage herbstliche Wassertemperaturen entwickeln.

Einstiegsstellen und Liegeplätze findet man vor allem entlang des Ostufers, wobei aufgrund des Naturschutzgebietes nur die nördliche Hälfte des Sees genutzt werden kann. Eine deutlich sichtbare Abgrenzung bestehend aus aneinander gebundenen Holzbrettern dient auf Höhe des Seerestaurant Blattl als Kennzeichnung des Naturschutzgebietes, welches im Süden in eine Moorlandschaft mündet.

Neben dem Lauchsee und dem Badesee Waidring gibt es noch weitere Bademöglichkeiten im und um das Pillerseetal:

Energiebrunnen Tirol Camp
Lindau 20, 6391 Fieberbrunn
Tel. +43 (0)5354 5666

Panorama Badewelt St. Johann
Pass-Thurn-Straße 3, 6380 St. Johann in Tirol
Tel. +43 (0)5352 62625

Aubad Fieberbrunn
Schulweg 1, 6391 Fieberbrunn
Tel. +43 (0)5354 56293

Tour

Vom Nordostufer rechts weg zum Westufer und einmal um den See herum.

Länge

1,6 km

Dauer

30 – 40 Minuten

Ein- und Ausstieg

Im Bereich von SUP `N´ FUN am Nordostufer.

SUP-Verleih

SUP `N´ FUN
Niedersee 4, 6393 St Ulrich am Pillersee
Tel. +43 (0)650 35 496 33

Almfeeling am See im Tal

Bereits die Anfahrt durch die Schluchten nördlich des Sees ist verheißungsvoll, denn die neben der Straße aufragenden Felsen sind genauso imposant, wie der wild plätschernde Grieselbach, der den Pillersee nach Norden hin entwässert. Paddeln kann man diesen Bach zwar nicht, aber dafür bietet der See einen angenehmen SUP-Ausflug zwischen dem Schafelberg (1597 m) und dem Heimkehrerkreuz (2030 m).

Prinzipiell kann man den länglichen Pillersee, der vermutlich vor 15.000 Jahren durch einen Felssturz entstand, an unendlich vielen Stellen betreten. Da ich es mir nach einer Bergtour auf die naheliegende Schießlingalm aber leicht machen will, steige ich gemütlich direkt beim SUP-Verleiher SUP `N´ FUN ein und lasse mir vom Chef persönlich ein tolles Hardboard aushändigen.

Danny betreibt diesen Standort bereits seit 2015 und bietet hier auch andere tolle Freizeitaktivitäten für groß und klein an. Neben SUP-Verleih, SUP-Yoga und SUP-Einsteigerkursen kann man hier auch dem Bogensport frönen oder im Funball eine Menge Spaß am Wasser erleben. Zu Spitzenzeiten sind alle seine Boards zeitgleich am See, aber heute ist das Wetter – wie übrigens die letzten Wochen auch – wechselhaft und beschert mir einen fast leeren See, den ich für meine Ausfahrt somit doppelt genießen kann.

Auch wenn die Sonnenstunden des heutigen Tages hinter mir liegen, ist die schöne grüne Farbe des Wassers gut erkennbar. Das Wasser ist außerdem klar, sodass ich auch mitten im See etliche Wasserpflanzen unter der Oberfläche erkennen kann. In der Nordbucht kommen die Kühe gerne bis auf die Liegewiese und das Seeufer herunter. So etwas sieht man natürlich nicht alle Tage und so starte ich meine Umrundung gleich dort hinter der kleinen Seebühne, wo jeden Mittwoch das Seeleuchten stattfindet. Das kleine wöchentliche Abendfest vereint Musik und Flammenshow und ist so etwas wie das sommerliche Eventhighlight des Pillerseetals.

Obwohl die Kühe friedlich aussehen und in aller Ruhe grasen, streicheln sollte man sie besser nicht. Also fahre ich rauf zum Ausfluss und lasse mein Kopfkino etwas arbeiten: wie wäre es wohl, mit Schwung den glasklaren Bach hinunter zu paddeln? Leider passt dazu der Wasserstand nicht und es steht eine Schwelle im Weg – außerdem ist es auch verboten.

Darum genieße ich von hier ausgehend eine entspannte Paddelei am Schilf vorbei und entlang des Westufers in Richtung Süden. Zwischen dem See und der Landstraße verlaufen nur mehr der Rundweg und kleine Schilfgürtel. In regelmäßigen Abständen gibt es Sitzmöglichkeiten am Ufer und bis auf ein paar vorbeiziehende Autos ist die Atmosphäre hier sehr entspannt.

Der Blick zum gegenüberliegenden Ostufer und darüber hinaus offenbart mir den felsigen Gipfel des Heimkehrerkreuzes, der pyramidal zum Himmel ragt. Wenn sich das Ganze auch noch im Wasser spiegelt, kann man schon verstehen, wieso Tirol oftmals auch als heiliges Land bezeichnet wird. Zumindest majestätisch sind die Aus-, Ein- und Weitblicke im gebirgigsten Bundesland Österreichs wohl überall. Da der See nur knapp anderthalb Kilometer lang ist, erkenne ich weit vor mir bereits die Pfarrkirche von St. Ulrich, dem kleinen Ort am Südufer. Leider kann man jedoch nicht bis dorthin paddeln, weil die südliche Hälfte des Wasserkörpers ein Naturschutzgebiet ist und nicht befahren werden darf.

Beim Seerestaurant Blattl hat man eine Sperre im Wasser eingebaut, damit auch keine Tretboote und andere Wassersportler weiter ins Naturschutzgebiet vordringen. Typisch tirolerisch hat man hier eine ganz simple, natürliche und sanfte Lösung gefunden: von Ufer zu Ufer wurden einfach Holzlatten aneinander gebunden und diese markieren damit unverwechselbar die Grenze zwischen beiden Seehälften.

Ich trete also bereits verfrüht den Rückweg über das Ostufer an, wo der Wald bis zum Wasser ragt und es überall zwischen den Schilfzonen grüne Wiesen und idyllische Liegeflächen gibt. Natürlich führt der Rundweg auch am Naturschutzgebiet vorbei und so ist dieser zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel.

Vor mir schließt das Bergmassiv der Steinplatte das gesamte Pillerseetal dominant nach Norden hin ab, während ich ufernah über tiefgrüne Wasserpflanzen gleite. Heute ist Idylle pur angesagt, jedoch ist an sonnigeren Tagen durchaus mehr los, weshalb man bisher auch die aufkommende Trendsportart E-Foiling am See nicht zulässt. Schließlich wäre dieser bei stärkerer Auslastung schlichtweg zu klein dafür und die Kollisionsgefahr unverhältnismäßig hoch.

Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen gebe ich nach knapp vierzig Minuten mein Board an Danny zurück und informiere mich über sein Wochenprogramm, denn er bietet beispielsweise am See auch Good Morning und Sundowner SUP Touren an. Das Angebot werde ich beim nächsten mal gerne in Anspruch nehmen, wenn es wieder zum Urlaub in die Region geht. Aber davor kühle ich mich noch im heute ungefähr 14° warmen Wasser ab, schließlich will ich mir später noch das wöchentliche Platzkonzert der hiesigen Blasmusikkapelle voll erfrischt ansehen.

Anspruch

1

Einkehr

1

Länge

1,6 km

Dauer

30 – 40 Minuten

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