Alte Donau

Wiens Wasserwelt hat viel zu bieten

Adresse

Strombucht Wien

GPS

48.220555424445, 16.430912017822

Adresse

Strombucht Wien

GPS

48.220555424445, 16.430912017822

Anspruch 2 Paddel  |  Einkehr 3 Krüge |  Länge 6,4 km |  Dauer 1,5 – 2 Stunden

Wenn eine Stadt am zweitlängsten Fluss des Kontinentes liegt, kann man sie mit gutem Gewissen als Paddelstadt bezeichnen. Die Donaumetropole bietet um das berühmte Gänsehäufel ein weitläufiges Paddelparadies, welches zwischen Skyline und Badeseeidylle mit einer Menge unterschiedlicher Reize aufwartet.

Allgemeine Infos Wien

Befahrungsregeln

Im Sommer ist hier oft extrem viel am Wasser los. Zwar sind viele Schwimmbereiche abgegrenzt, aber dafür gibt es eine Menge unterschiedlichster Wasserfahrzeuge zu beachten. Auf Sicht fahren, die Ufer an gut besuchten Hochsommertagen meiden und andere Wassersportler großräumig umfahren.

Gefahren

Wien kann vor allem im Sommer sehr windig sein, genauso ist es auch auf der Alten Donau. Gerade zur Hauptsaison sollte man zuerst den Wind abchecken, denn Winde aus Norden, Westen und dazwischen können schnell mal an die 30 km/h (16 kts) reichen. Dann wird paddeln zur Tortur bis überhaupt unmöglich.

An heißen und schönen Tagen ist hier der Bär los. Alle Arten von hand- und motorbetriebenen Wasserfahrzeugen teilen sich gemeinsam mit unzähligen Badegästen das Wasser. Man muss also mit entsprechender Voraussicht unterwegs sein.

Anfahrt

Von Süden kommend nimmt man die Südosttangente A 23 und nimmt die Ausfahrt auf die A 22 Richtung Praha (Prag)/Vienna Int. Center. Nach ca. 1,6 km nimmt man die Ausfahrt Kaisermühlen und folgt dem Straßenverlauf 450 m bis zur nächsten Kreuzung nach rechts. Hier wechselt man scharf rechts auf den Kaisermühlendamm und folgt diesem 600 m bis zur Einfahrt in die Dampfschiffhaufen-Straße links. Nach ca. 400 weiteren Metern befindet sich die Strombucht mit ihrer Liegewiese an der linken Seite.

Auch mit den Öffis ist die Strombucht gut erreichbar.

Parken

In der Dampfschiffhaufen-Straße vor der Strombucht kann man sein Auto am Straßenrand kostenpflichtig abstellen (sonn- und feiertags kostenlos). Bei schönem Wetter sollte man jedoch vor 9h hier sein, damit man überhaupt noch einen Parkplatz bekommt.  

Baden

Als Stadt am Wasser bietet Wien unzählige Bademöglichkeiten. Das Gänsehäufel an der Alten Donau ist Wiens erste Adresse wenn es ums Baden in der Natur geht. Aber neben der Alten Donau es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten das Wasser zu genießen und zu entsannen.

Sollte es im Freien zu kalt zum Baden sein, kann man immer noch auf die Therme Wien in Oberlaa ausweichen.

Tour

Von der Strombucht einmal um das Gänsehäufel und ins Kaiserwasser und wieder zurück.

Länge

6,4 km

Dauer

1,5 – 2 Stunden

Ein- und Ausstieg

Strombucht an der Alten Donau.

SUP-Verleih

SUP Center Wien – Gänsehäufelbad
Moissigasse 21, 1220 Wien
Tel. +43 (0)660 8343759

SUP Center Wien – Vienna City Beach Club
Moissigasse 21, 1220 Wien
Tel. +43 (0)660 6151204

Boats2Sail
Am Kaisermühlendamm 106, 1220 Wien
Tel. +43 (0)660 6151 204

Segelschule Hofbauer Alte Donau
An der Oberen Alten Donau 186, 1220 Wien
Tel. +43 (0)660 6151 204

Flotus – Stand Up Paddling
Laberlweg 19, 1220 Wien

Snowboard – Surf – Shop
Favoritenstraße 28 1040 Wien
Tel. +43 (1) 606 79 88

Zwischen Skyline und Strandhäuschen

Das Gebiet um die Alte Donau ist ein beliebtes Naherholungsgebiet Wiens und dementsprechend gerade an schönen Tagen heiß begehrt bis überlaufen. So gesehen haben wir trotz des anfangs regnerischen Wetters heute Glück, denn bald wird die Sonne hervorkommen und uns auf dem menschenleeren Wasser entgegen strahlen.

Die Zufahrt zur 2016 eröffneten und kostenlos zugänglichen Strombucht gestaltet sich auch für Ortsunkundige über die Autobahn sehr einfach, und während man in die Dampfschiffhaufenstraße einfährt, stellt man sich unweigerlich die Frage, ob man nun wirklich in Wien sei oder an einem Badesee irgendwo am Land. Hier im Nordosten der österreichischen Hauptstadt reihen sich Strand- und Ferienhäuschen nebeneinander und werden von Badewiesen umgeben. Erst wenn man raus aufs Wasser geht, erhebt sich die Skyline der Donaucity linker Hand über den Häuschen und Bootsanlegestellen im Schilf.

Obwohl dieser Seitenarm der Donau als Alte Donau bezeichnet wird, hat er nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Flussverlauf bis ins 18. Jahrhundert gemein, welcher durch Überschwemmungen ständig verändert wurde und die Stadt mit unzähligen Kanälen durchzog. Heute ist die Donau gezähmt und durchreguliert, sodass die Alte Donau gar keinen direkten Zugang mehr zum Hauptarm des Flusses hat. Sie speist sich vor allem aus dem Grundwasser.

Dieses betreten wir am Venedig Steg an der Strombucht. Der Badeplatz ist kostenfrei zugänglich und weitläufig, aber man sollte hier besonders auf in der Wiese liegenden Enten- und Schwanexkremente achten. Wem der Venedig Steg nicht zusagt, kann auch an den zwei flachen Wasserzugängen zwischen den Büschen aufs Board steigen.

Wir paddeln die Untere Alte Donau zunächst nach rechts in Richtung Polizeisteg und erfreuen uns gleich mal an der Ufervegetation und den niedlichen Häuschen sowie den kleinen Bootsanlegestellen am Ufer. Zwar bläst uns gleich mal anständig der Wind mit etwa 3 Bft  entgegen, aber dafür genießen wir freie Fahrt am leeren Donauwasser.

Direkt unter dem Polizeisteg befindet sich eine kleine Sperre im Wasser, anscheinend damit sich unliebsame Seepflanzen nicht unkontrolliert in dieses Becken der Alten Donau vermehren. Man kann die aus dem Wasser ragenden Stäbe jedoch ganz leicht anfahren und damit zur Seite schieben und dazwischen durch paddeln. Selbst für alte Paddelhasen gibt es immer wieder Neues zu entdecken – solche eine Konstruktion haben wir bisher noch nie gesehen.

Nach dem Steg biegen wir rechts ab und ziehen an bunten kleinen Seehäuschen vorbei. Wir stellen uns vor in Süditalien oder Griechenland zu sein, jedoch kaum zu glauben, dass wir hier in der Großstadt sind. Unser Ziel ist es, um das Gänsehäufel zu paddeln und darum geht es bald wieder nach links, wo wir wieder vom Gegenwind begrüßt werden. Den nächsten Kilometer paddeln wir am Ostufer der größten Badeinsel der Stadt vorbei und treffen gelegentlich auf ein entgegenkommendes Elektroboot, während sich die Terrasse im Das Bootshaus langsam füllt. Hier kann man nicht nur am Wasser frühstücken, sondern auch Yoga am Steg genießen.

Entspannung pur gibt es bei uns heute leider nicht, da der Wind für genügend Wellen und Paddeleinsatz sorgt. Dafür werden wir am am offenen Wasser vor der Kagraner Brücke mit einem tollen Blick auf die Towers der Donaucity belohnt. Austria Center, Vereinte Nationen sowie den etwas abseits liegenden Donauturm kennen wir ja sowieso schon von Fotos. Nun paddeln wir nah daran vorbei und unter der Kagraner Brücke durch in die Obere Alte Donau.

Zwar könnte man noch drei Kilometer bis zum Floridsdorfer Wasserpark weiterpaddeln, aber wir begnügen uns heute sozusagen mit der Halbdistanz und kehren unter der Ubahnbrücke wieder um.

Wir ziehen vorbei an den kleinen Marinas und richten unseren Bug Richtung Kaiserwasser aus. Dieser kleine Seitenarm bildet heute den Nordrand des Stadtteils Kaisermühlen, welche einigen Lesern sicher aus der Fernsehserie Kaisermühlen Blues bekannt ist.

Zunächst gleiten wir zwischen den Schilfufern unter der kleinen Fußgängerbrücke durch und landen nach etwa 100 m im großen Becken. Direkt vor und unter den Wolkenkratzern fühlt man sich schnell mal ziemlich klein und die aufziehenden Wolken geben dem Geschehen hier einen mystischen Hintergrund. Leider muss man aber wieder umkehren, denn das Kaiserwasser gleicht mehr einem See, als einem Seitenarm mit Ein- und Ausgang an unterschiedlichen Stellen. Wir paddeln also wieder zurück zur Fußgängerbrücke und biegen rechts ab, um wieder an der Umrundung des Gänsehäufel zu arbeiten, welche somit in einigen Minuten abgeschlossen werden wird.

Auch hier gibt es unzählige Bootsanlegestellen, Wassersportvereine, Verleihstationen und Lokale zwischen den Privatdomizilen wohlbetuchter Wiener. Wir hatten gehofft, dass unser anfänglicher Gegenwind nun zum Rückenwind mutieren würde. Dem ist leider nicht so, und wir paddeln bei Windstille zurück zur Strombucht.

In etwa anderthalb Stunden haben wir einen guten Eindurck über dieses weitläufige Paddelparadies mitten in Wien bekommen und werden sicher wieder mal hier vorbei schauen und auch noch die Obere Alte Donau erkunden.

Alternative: Die Tour kann nach der Kagraner Brücke noch um drei Kilometer Richtung Westen zum Floridsdorfer Wasserpark erweitert werden. Hin und retour muss man dann also mit etwa 6 km und über einer Stunde mehr am Wasser rechnen.

Anspruch

2

Einkehr

3

Länge

6,4 km

Dauer

1,5 – 2 Stunden

Hinterlassen Sie eine Bewertung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.