Isola della Cona

Entspanntes Paddeln um’s Naturschutzgebiet

Address

Isola della Cona

GPS

45.756377981294, 13.499053627223

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Isola della Cona

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45.756377981294, 13.499053627223

Anspruch 4 Paddel  |  Einkehr 1 Krug  |  Länge 13 km |  Dauer 2,5 – 3,5 Stunden

Vom Fluss über das Meer und zurück in die Lagune. Die Umrundung der Halbinsel Cona ist nicht nur für Vogelbeobachter ein besonderes Erlebnis. Auch vom Wasser aus spürt man die Magie dieses einzigartigen Vogelschutzgebietes und gönnt sich gleichzeitig ein unvergessliches SUP-Erlebnis.

Allgemeine Infos Isola della Cola

Befahrungsregeln

Boote und Schiffe haben entlang der Route Vorrang.

Gefahren

Der Einstieg am Isonzo verläuft senkrecht vom Sandufer nach unten, sodass die Wasseroberfläche etwa einen halben Meter unter der Uferkante liegt. Stand hat man hier nur bedingt, zumal die Wassertiefe etwa mannshoch ist (wasserstandsabhängig). Beim Aufsteigen auf das SUP sollte man sich also Zeit nehmen, um nicht gleich im Wasser zu landen.

Etwa zwei Kilometer vor der Mündung ins Meer fließt von rechts der Isonzato in den Isonzo. Hier verkehren auch Motorboote, welche Richtung Fluss und Meer ziehen und ihre Wellen hinterlassen. Augen offen halten und sich auf unruhigeres Gewässer einstellen.

Am Rückweg entlang der Ostseite der Halbinsel fährt man immer wieder über knietiefes Wasser und Seegrasteppiche in etwa einem Meter Tiefe. Den Boden immer in Blick behalten und auf Finnen und Paddelblätter achtgeben. Hier findet man auch immer wieder am Boden unter Wasser eingespannte Netze (gut an den aus den Wasser ragenden Fixierungsstöcken erkennbar). Je nach Wasserstand kann man mit den Finnen darüber gleiten oder man bleibt unweigerlich darin hängen.

Im Vorfeld das Satellitenbild gut studieren oder an Bord stets griffbereit haben, denn man kann sich entlang der kleinen Wasserwege durch die Salzwiesen leicht verfahren, wenn man direkt am Ufer paddeln möchte. Leider gehen die Wasserwege nicht durchgehend bis zum Canale Quarantia, sodass man unweigerlich wieder aus diesem Becken raus paddeln und diese umfahren muss.

Der Ausstieg gestaltet sich herausfordernd, weil es hier glitschige Steinplatten gibt. In den Spalten dazwischen befinden sich auch Muscheln, welche leicht zu Schnittverletzungen führen können, wenn man nicht vorsichtig ist.

Anfahrt

Parken

Am Besucherparkplatz des Foce dell’ Isonzo.

Baden

Der Isonzo ist herrlich kühl und an heißen Tagen sehr zu empfehlen. Drinnen ist man schnell, aber aufgrund der erhöhten Uferkante kann das Verlassen des Süßwassers schwierig werden. Besser ist es, zwischendurch vom SUP zu gehen und sich mitten am Fluss abzukühlen.

Die Lagune am Ostufer der Insel ist teils knie- bis hüfthoch und mit warmen Salzwasser gefüllt und man kann hier bedenkenlos im Wasser liegen und ggf. sogar schwimmen. Je weiter man in Richtung Monfalkone unterwegs ist (also weg vom Ostufer der Insel Cona) desto mehr Boote kreuzen den Weg. Hier nur mehr mit höchster Vor- und Voraussicht ins Wasser gehen.

Sehenswert

Das MU/CA – Museo della Cantieristica di Monfalcone ist Italiens einziges Museum, welches sich mit dem Schiffsbau beschäftigt und auf innovative Weise die Bedeutung des Schiffbaus für die Region darstellt.

Nahe Monfalcone befindet sich seit 2005 der Themenpark Erster Weltkrieg (Parco Tematico della Grande Guerra di Monfalcone). Auf einer Fläche von rund 4 km² werden den Besuchern, auf drei Hauptbereiche unterteilt, verschiedene Aspekte des ‘Großen Krieges’ näher erklärt. Man findet hier Schützengräben, Unterstände und andere Relikte des Krieges. Das Gebiet kann auf drei unterschiedlichen Routen erkundet werden.

Das Museum in der Burg von Monfalcone (Museo della Rocca di Monfalcone) bietet seinen Besuchern eine paläontologische Abteilung sowie eine Höhlenabteilung welche beide kostenlos zu besichtigen sind. Vom Hauptplatz (Piazza della Republica) dauert der Aufstieg entlang der Straße etwa 15 min zu Fuß.

Die Galleria Comunale d’Arte Contemporanea wurde 2002 eröffnet und widmet sich der zeitgenössischen Kunst und forciert vor allem die Förderung regionaler Künstler. 

Extra-Tipps

Das Naturreservat Foce dell’Isonzo auf der Halbinsel Isola della Cona ist gerade im Herbst einen Besuch wert.  Neben den ganzjährig dort lebenden Standvögeln sind auch unzählig viele Zugvögel, Gänse und Enten im Naturschutzgebiet zu beobachten. Empfehlenswert ist vor allem der Rundweg mit seinen Aussichtspunkten und Beobachtungsständen. Außerdem gibt es ein informatives Besucherzentrum. 

Auch das im Foce dell’Isonzo untergebrachte Vogelschutzgebiet Riserva Alberoni begeistert seine Besucher mit einem tollen Mix aus Sport (Wandern, SUP, Kajak, Rad), Kulinarik und Naturerlebnis. 

Tour

Vom Trampelpfad beim Besucherzentrum des Vogelschutzgebietes flussabwärts bis zum Meer. Über den kleinen Kanal links in die Lagune und nach Norden in den Canale Quarantia hinauf zum Ausstieg an den Steinplatten.

Länge

13 km

Dauer

2,5 – 3,5 Stunden

Ein- und Ausstieg

Einstieg am Isonzo am Ende des Trampelpfades, welcher sich in der Kurve vor dem Besucherzentrum befindet (am rechten Straßenrand).

Ausstieg etwa 600 m nördlich des Besucherzentrums an der Zufahrtsstraße. Hier befinden sich etliche Parkplätze und deutlich sichtbare Steinplatten am Ufer des Canale Quarantia.

SUP-Verleih

Keiner

Übernachtung

Finestra sul mare
Via delle Giarrette 109, 34074 Monfalcone
Tel. +39 (0)345 571 7092

Al Sol Levante
Via Verteneglio 7, 34073 Fossalòn
Tel. +39 (0)431 88169 

Agriturismo Zorz 
Strada vale del bosco 4, 34073 Belvedere
Tel.+39 (0)431 88270 

Einkehr

Al Pesce d’Oro
Via Dei Bagni Nuova 19, 34074 Monfalcone
Tel. +39 (0)481 830206

Osteria Bisiaca
Località Rivalunga 1, 34079 Staranzano
Tel. +39 (0)392 084 2598

Arcimboldo
Via Risiera di San Sabba 17, 34075 San Canzian
Tel. +39 (0)339 525 5570

Fluss, Meer, Lagune und eine Menge Wildtiere

Zwischen Grado und Monfalcone liegt die für ihre über dreihundert Vogelarten bekannte Halbinsel Cona. Die naturbelassene und unter Naturschutz liegende Landzunge ist ein Eldorado für Naturliebhaber und Vogelbeobachter. Auch für uns Paddler kann die Isola della Cona ein Segen sein, denn die Umrundung offenbart sich als einzigartiges Naturerlebnis mit Entspannungsfaktor. 

Von Grado aus fährt man ca. 25 min bis hierher, von Monfalcone dauert es nur halb so lange und die Wasserwege neben der einzigen Zufahrtsstraße lassen die Herzen schon im Voraus höherschlagen. 

Der Zugang zum Rundwanderweg inklusive Beobachtungsständen erfolgt am Besucherzentrum und kostet 5 € für Erwachsene (Stand 2021). Von hier aus hat man die Wahl, entweder die große Runde (3 Stunden) oder die kleine Runde (1,5 Stunden) durch das Reservat zu spazieren. Besucher sollten sicherheitshalber ein wenig Italienisch verstehen, da deutsche und englische Wegweiser und Infotafeln hier rar gesät sind.

Für eine SUP-Tour ist das jedoch irrelevant, denn wir richten uns nach dem Wasser und gegebenenfalls nach dem Satellitenbild. Der Parkplatz vor dem Besucherzentrum ist ausreichend groß und an der letzten Kurve vor der Zufahrt befindet sich ein kleiner Trampelpfad durch das Gebüsch, der zum Einstieg am Isonzo führt. Dieser Pfad ist gut über Satellitenbilder ersichtlich und dürfte wohl permanent dort bestehen bleiben. 

Auch mit langen Touring Boards kommt man recht leicht durch den etwa 15 m langen Durchgang, wobei man nach den Dornen der wilden Beeren Ausschau halten sollte, welche vor allem die linke Seite des Pfades säumen. Man gelangt an eine kleine sandige Lichtung und steht vor dem gemächlich Richtung Meer treibenden Isonzo. Hier hört man nichts außer das entfernte Zwitschern der Vögel und das sanfte Plätschern des Wassers. Da diese heute gut einen Meter unter der sandigen Unterkante verläuft, ist der Einstieg etwas steil und mit Vorsicht zu genießen. Das sollte für erfahrene Paddler jedoch kein größeres Problem darstellen. Wer an heißen Tagen nach einer wirklich erfrischenden Abkühlung sucht, kann vorab gleich mal im Süßwasser der Alpen untertauchen bevor es am SUP losgeht.

Der Fluß ist hier absolut verlassen und spiegelglatt, eine Strömung kaum auszumachen. Die nächste Stunde paddelt man hier zwischen Schilfufern und Gebüsch Richtung Meer. Der Isonzo entspringt als Soča (slowenischer Name) im Nordwesten Sloweniens und bahnt sich seinen Weg über 140 km bis hierher zum Meer. Jeder Paddelschlag sitzt und die verschwommen Bergzüge über Triest und Koper kommen Stück für Stück näher. Die Fernsicht reicht hier über die Meeresmündung des Isonzo hinaus bis zu 30 km. Über dem linken Flussufer beobachte ich immer wieder Vogelschwärme, wie sie in Formation über das Naturschutzgebiet fliegen. Rechter Hand erstrecken sich die reisbrettartig angelegten Felder der Region Fossalon di Grado in Richtung Westen. 

Ungefähr zwei Kilometer vor der Meeresmündung beginnen leichte, langgezogene Wellen vom Meer reinzudrücken. Das gewaltige Meer presst sein Wasser gegen den vergleichsweise schwachen Fluss und führt zu einem angenehmen, unterschwelligen Wellengang. Bis an die Mündung fährt man im Süßwasser, während die slowenische Küstenlinie am Horizont immer deutlicher sichtbar wird. 

Bevor es den schmalen Bootskanal nach links in die Lagune geht ist kurz innehalten angesagt. Der Blick schweift übers Meer in Richtung Triest und Koper und zurück auf den erhabenen Isonzo und die Halbinsel. Mit Sicht auf den Hafen von Monfalcone geht es anschließend weiter, man kann das Fahrwasser nach links verlassen, um in der knie- bis hüfthohen Lagune zu paddeln. Der Boden ist mit Seegras bewachsen und das klare Salzwasser gibt den Blick auf alle Arten kleiner Fischer frei.

Seegras schwimmt hier auch immer wieder in kleinen Teppichen auf der Wasseroberfläche, sodass die Finnen ab und zu davon befreit werden müssen. Wer das Problem umgehen möchte muss sich vom Halbinselufer fernhalten und im großen Bogen Richtung Canale Quarantia paddeln. So schön es hier im seichten Wasser ist, man ist gut beraten rechtzeitig aus diesem Becken wieder raus zu fahren, um nicht in den Salzwiesen mit ihrem Labyrinth aus Wasserwegen verloren zu gehen.

Der Versuch den Wildpferden am Ufer der Cona entgegen zu paddeln kostete mich schließlich etwa eine halbe Stunde, da ich in den Salzwiesen in eine Sackgasse kam und gezwungen war das Wasserlabyrinth zurück zu paddeln, um es danach zu umrunden.

Auf dem Weg zum Canale Quarantia kommt man Monfalcone und den davor anlegenden Schiffen deutlich näher. Die letzten zwei Kilometer bis zum Ausstiegt verlaufen ebenfalls ruhig, obwohl der Kanal für den motorisierten Wasserverkehr geeignet ist. Bis auf ein paar intakte und abbruchreife Häuschen sind auch hier die Ufer unbewohnt und der Natur überlassen.

Der Ausstieg liegt ungefähr 600 m nördlich des Besucherzentrums des Foce dell’Isonzo entlang der Zufahrtsstraße. Am Satellitenbild sind die großen, rechteckigen Steinplatten am Ufer vor dem Parkplatz gut zu erkennen. Auch vom Wasser aus sind sie nach der letzten Windung des Kanals sichtbar – genauso wie das Auto meiner Freundin, die heute den Shuttle für mich macht. Wer diesen Luxus nicht genießen kann, muss sein SUP zu Fuß bis runter zum Besucherzentrum tragen.

Egal ob mit oder ohne Shuttle, die Halbinsel Cona ist es wert, solche Mühen in Kauf zu nehmen. Wenn die Energie nach dieser Tour noch ausreicht, sollte man sich anschließend das Eiland entlang der Fußwege gönnen. Die Tierwelt, welche man hier hautnah entlang der zwei Erkundungsrouten (1,5 & 3 Stunden) entdecken kann ist einzigartig und ein unvergessliches Erlebnis. Die Isola della Cona – zu Wasser und zu Land eine Reise wert.

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