Bleder See

Romantische Paddeltour um Sloweniens einzige Binneninsel

Adresse

Bled

GPS

46.369185539303, 14.110457897186

Adresse

Bled

GPS

46.369185539303, 14.110457897186

Anspruch 2 Paddel  |  Einkehr 3 Krüge  |  Länge 5,5 km |  Dauer 1,5 – 2 Stunden

Bled hat nicht nur die Bleder Cremeschnitte zu bieten, sondern ist mit seiner Insel im Bleder See und den historischen Villen am Seeufer auch eine interessante und zugleich romantische Destination für Paddler.

Allgemeine Infos Bleder See

Befahrungsregeln

Der See ist stark frequentiert, sodaß sich Paddler, Ruderer, Schwimmer, Taucher und Holzboote das Wasser teilen. In Ufernähe am besten nur außerhalb der Badesaison paddeln und Schwimmern den Vorrang geben. Außerdem ist immer ausreichend Abstand zu den anderen Wasserfahrzeugen zu halten.

Gefahren

Der See selbst ist zwar überschaubar, aber vor allem in der Hauptsaison ist am Wasser viel los. Ruderer, Holzplätten (Pletnas), Schwimmer und Stehendpaddler teilen sich den See und müssen dementsprechend rüchksichtsvoll agieren.

Die Region ist sehr anfällig für starke Winde und so kann es am See blitzschnell zu Windstärken von 6 Bft oder mehr kommen. Dann wird es selbst für erfahrene Paddler irrsinnig schwer die Runde zu beenden, ohne vorzeitig an Land zu gehen. Daher vorab immer die Windvorhersage checken!

Der See wird gegen Süden hin entwässert, weshalb es eine leichte Strömung von Nord nach Süd gibt, welche durch die öfters vorkommenden Nord- bzw. Nordwestwinde verstärkt wird.

An vielen möglichen Einstiegsstellen ist das Ufer mit Steinen gemauert, sodaß man von der Uferkante etwa 30 cm tief zum Wasser steigt. Am besten zuerst das SUP ins Wasser legen, sich an die Kante setzen und dann aufs Board steigen.

Anfahrt

Parken

Gut parken kann man an den öffentlichen Parkplätzen rund um die Sporthalle hinter dem (nördöstlich) Stadtpark. Die Parkgebühr beträgt 2€ pro Stunde (Stand 2022) und gilt das gesamte Jahr von 8:00 – 20:00 Uhr. Mit der EasyPark App ist man hierbei felxibler, da man bei vorzeitigem Parkende Geld sparen kann. Bei Münzzahlung gibt es natürlich kein Rückgeld.

Hinter dem Badestrand in der Südwestbucht gibt es ebenfalls Parkplätze, jedoch beträgt hier de Gebühr 3€ pro Stunde. Der Einstig von hier aus ist jedoch genauso empfehlenswert wie vom Stadtpark in Bled.

Baden

Als einer der wärmsten Badeseen der Alpen (bis zu 25° C) bietet der Bleder See auch abseits des gebührenpflichtigen Strandbades genügend kostenlose Badeplätze. Empfehlenswert ist auch der nette Park inklusive Badewiese im Südwesten. Der See ist auch unter Tauch- und Rudersporterlern sehr beliebt.

Strandbad Grajsko kopalisce
Veslaska promenada 11, 4260 Bled
Tel. +386 (0)4578 0528

Sehenswert

Die einzige Binneninsel Sloweniens befindet sich hier am Bleder See. Darauf befindet sich die 1495 fertiggestellte Marienkirche, welche inklusive Wunschglocke auch besichtigt werden kann. Jedoch kann man die Insel nur entweder per SUP oder mittels Holzbooten erreichen, welche ebenfalls per Muskelkraft betrieben werden. Diese Pletna erinnern stark an die Plätten, welche auf den Seen des österreichischen Salzkammergutes betrieben werden.

140 m über dem See erhebt sich die mittelalterliche Burg von Bled (Blejski grad), welche auch ein Museum und ein Restaurant beherbergt. Der Weg hinauf Richtung Zugbrücke ist steil, kann aber ebenso mit dem Bus oder dem Taxi absolviert werden. Alleine der unverwechselbare Ausblick ist die Mühen auf jeden Fall wert.

Besichtigenswert ist auch die ehemalige Residenz des berühmten jugoslawischen Staatschef Tito am Seeufer. Die Villa ist heute ein Hotel mit Café. Hier kann man auch die riesigen Wandgemälde bestaunen, welche ehemals sozialistische Propaganda darstellten und heute als Sehenswürdigkeit gelten.

Südwestlich des Sees befinden sich auf zwei Erhebungen die beiden Aussichtspunkte Ojstrica sowie Mala Osojnica. Die nicht so gut beschilderten Waldwege dorthin sind zwar etwas schweißtreibend, jedoch wird man oben definitv für seine Mühen belohnt. Der Ausblick über den türkis schimmernden See und die Region ist wunderschön.

Extra-Tipps

Der See kann entlang des 6 km langen Uferwanderweges gemütlich umrundet werden und bietet für Spaziergänger und Läufer optimale Bedingungen. Bei gemütlichem Tempo liegt die Richtzeit für Fußgänger bei etwa anderthalb Stunden.

Weinfans können sich einer zweistündigen interaktiven Weinverkostung hingeben, um mehr über Sloveniens Weinkultur sowie sieben Weine aus allen Teilen des Landes kennen zu lernen. Weinexperten führen durch das Programm, welches auch typische slowenische Vorspeisen offeriert.

Der Dino Park kurz vor Bled lädt Kinder und Eltern ein, prähistorische Abenteuer zu erleben. Neben den unzähligen lebensgroßen Dinosauriermodellen gibt es hier auch ein Dino-Kino und regelmäßige Unterhaltungsprogramme für die Kids.

Die Bleder Cremeschnitte (Kremšnita) schmeckt vor allem beim Blick über diesen romantischen See vorzüglich. Diese regionale Spezialität gibt es gefühlt in jedem Lokal und sie ist auch für Süßigkeitsmuffel eine Sünde wert.

Wer schon in der Region ist, sollte auch einen Abstecher in den Triglav Nationalpark einplanen. Er ist der einzige Nationalpark dieses kleinen, sympathischen Landes und bietet Outdoor-Aficionados auf seinen knapp 840 km² eine Menge abwechslungsreicher Landschaften.

Tour

Vom Stadtpark links am Ufer entlang runter zur Südbucht. Von dort einmal um die Insel und am gegenüberliegenden Westufer wieder zurück zum Start.

Länge

5,5 km

Dauer

1,5 – 2 Stunden

Ein- und Ausstieg

Im Stadtpark entlang der Uferpromenade an der Herzskulptur

SUP-Verleih

SUP Bled
Triglavska cesta 41, 4260 Bled
Tel: +386 (0)40 659 899

Bananaway
Podmilščakova 46, 1000 Ljubljana
Tel. +386 (0)40 238 756

Let’s Paddle
Posavec 53, 4244 Bled
Tel. +386 (0)41 349 302

Pletna – Rent a SUP
Cesta svobode 37,4260 Bled
Tel. +386 (0)41 393 899

RD Bled Boat & SUP Rental
Veslaška promenada 7, 4260 Bled
Tel. +386 (0)40121900

Übernachtung

Garden Village Bled
Cesta Gorenjskega odreda 16, 4260 Bled
Tel. +386 (0) 838 99 220

Vila Bled
Cesta svobode 18, 4260 Bled
Tel. +386 (0)45 75 37 10

Sovica
Kolodvorska cesta 45, 4260 Bled
Tel. +386 (0)41 514 530

Central Bled House
Ulica narodnih herojev 3, 4260 Bled
Tel. +386 (0)40 885 783

River Camping Bled
Alpska cesta 111, 4248 Lesce
Tel. +386 (0)40 344 324

Einkehr

Bled Castle Restaurant
Grajska cesta Jezersek, 4260 Bled
Tel.+386 (0)4 620 34 44

Old Cellar Bled
Zagoriška cesta 12, 4260 Bled
Tel. +386 (0)40 412 556

Restavracija 1906
Kolodvorska cesta 33, 4260 Bled
Tel. +386 (0)4 575 26 10

Einmal um Sloweniens einzige Binneninsel

Bled liegt südlich der Julischen Alpen sehr günstig, weil die kühlen Nordwinde weitestgehend in den Bergen hängen bleiben und somit die Badesaison hier bis in den Herbst hinein reicht. Aber aufgrund der Nähe zu den Julischen Alpen ist auch im Winter einiges los im wohl bekanntesten Kurort der Region Oberkrain. Was Besucher neben dem Bleder See schätzen, ist einerseits die slowenische Gastronomie mit seinem lokalen Aushängeschild – der Bleder Cremeschnitte – andererseits ist der Ortskern mit seinem Stadtpark und den alten Gebäuden und Villen ursprünglich erhalten geblieben. Ob man von hier auf die Burg Bled rauf schaut, oder von ebendieser hinunter auf den Ort macht keinen Unterschied – von beiden Richtungen ist der Blick unbezahlbar.

Uns Paddler interessiert Bled jedoch vor allem wegen seiner Wasserseite, denn der Bleder See (auch Blejsko jezero, Velderser See oder Felder See genannt) hat auf seinen 1,45 km² Fläche und rund herum einige Eye-Catcher zu bieten. Nicht nur der Blick auf die Burg imponiert, auch die vielen Villen und netten Holzhäuschen entlang der Ufer entzücken genauso wie die Insel Blejski Otok mit ihrer Marienkirche und das satte türkise Wasser.

Aufgrund der Speisung über mehrere Thermalquellen erwärmt sich der See erstaunlich gut und kann diese Wärme auch lange bis in die zweite Jahreshälfte aufrecht halten. Für Wassersportler aller Art ist dies besonders interessant, zumal hier viel gepaddelt, geschwommen und getaucht wird. Mehrfach wurden hier bereits Ruder-Weltmeisterschaften sowie die WM im Eisschwimmen durchgeführt.

Eisig ist es an diesem Osterwochenende zwar nicht mehr, aber zwischendurch frischt der Wind gewaltig von Norden und Nordwesten her auf, was trotz des schönen Wetters eine interessante Tour versprechen lässt. Prinzipiell kann man an sehr vielen Stellen entlang des Seeufers gut in See stechen, allerdings wird es für die meisten Paddler auch wichtig sein, einen geeigneten KFZ-Abstellplatz zu finden. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder man parkt im Ortszentrum und steigt dann über den Stadtpark auf den See ein, oder man fährt runter zum Campingplatz an der Südwestbucht, parkt dort am öffentlichen Parkplatz und geht die Tour von Süden über den öffentliche Strand an. Ich entscheide mich für die erste Variante, da die Parkgebühren im Ort günstiger sind (2 Euro/Stunden statt 3 Euro/Stunde) und weil man bei dem Touristenansturm jeden Parkplatz nehmen sollte, den man bekommen kann.

So trage ich binnen weniger Minuten mein Board zum Nordufer runter und lege es nahe der unter Touristen beliebten Herzskulptur ins Wasser. Das Wetter an diesem Karsamstag ist wunderbar sonnig und angenehm warm. Sobald man links weg und entlang des Ufers durch den Ort paddelt merkt man die leichte Strömung Richtung Süden. Der See wird unter anderem auch hier am nordöstlichen Ufer von Thermalquellen gespeist und wird am Südufer entwässert.

Es geht vorbei an prächtigen Blumenbeeten und Hotels, während die Uferpromenade stark belebt ist. Der Blick in Richtung Insel wird immer wieder von den Touristenbooten – den Pletnas – gekreuzt. Diese erinnern nicht nur namentlich den Plätten im österreichischen Salzkammergut, sie sehen ihnen auch recht ähnlich. Auch sie werden handbetrieben, also gepaddelt und können bis zu 18 Leute gleichzeitig zur Insel rüber bringen. Schnell ist man durch den Ortskern durch und man paddelt entlang der grünen und mit Trauerweiden überhangenen Promenade weiter. Bei leichter Brise erledigen Wind und Strömung die Paddelarbeit. Immer wieder tauchen vereinzelt alte Villen und Holzhäuser auf und im Nu ist man bereits am Ausfluss des Sees angelangt.

Neben den Anlegestellen der Bootsverleiher findet man hier auch einen schönen und weitläufigen Park vor. Dahinter liegen vor allem Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe und das Areal ist mindestens so belebt wie sein Pendant im Norden. Von aus hier paddle ich auf die Insel zu, was mich vom Ufer auf den offenen See raus führt. Sobald ich das Ufer hinter mir gelassen habe kommt ein spürbarer Nordwind auf, der mich dazu zwingt überwiegend backbord zu paddeln, bis ich an der Insel Blejski Otok etwas Windschatten genießen kann.

Auf der 0,8 ha großen Insel steht seit 1465 eine Wallfahrtskirche, welche im 17. Jahrhundert letztmalig umgebaut wurde. Wenn man die steile Stiege knapp acht Meter über den Seespiegel hinaufsteigt kann man auch mittelalterliche Ausgrabungsstücke bestaunen sowie den Blick auf den See genießen. So romantisch das alles klingt, darf man aber nicht vergessen, dass hier die Holzboote quasi im Minutentakt anlegen und abfahren, dementsprechend belebt kann es auf diesem kleinen Eiland sein.

Schließlich gibt es sogar einen kleinen Uferweg, welche eine Inselumrundung ermöglicht. Ich erledige das auf meinem SUP und richte meine Nose danach aufs Westufer. Der Bleder See kann ja auch zu Fuß umrundet werden und viele nutzen die Möglichkeit entlang der 6 km langen Route zu entspannen. Da der See in einer weitläufigen Senke liegt ist immer wieder mit stärkeren Winden zu rechnen, so auch heute. Auf dem Rückweg nach Norden werde ich deutlich eingebremst und muss mich auch gegen den Wellengang behaupten.

Das westliche Seeufer ist bewaldet und beinahe autofrei, da die Seeumfahrungsstraße nicht mehr direkt am Ufer verläuft. Dieser Teil des Seeufers gehört sozusagen nur den Anrainern, Fußgängern und Radfahrern. Auch hier findet man immer wieder nette Häuschen vor, während man zum Strandbad und der steil darüber liegenden Burg paddelt.

Gerade der Blick hinauf zur 140 m über dem Wasser liegenden Burg ist imposant und lädt dazu ein, den Fotoapparat aus der Drybag zu holen. Die Geschichte dieses Baudenkmales beginnt vermutlich im 11. Jahrhundert und erzählt über mehrerer Erdbeben und Umbauten. Heute kann man dort oben gut essen und das Burgmuseum besuchen.

Indes fahre ich wieder im Stadtpark ein, passiere die allseits beliebte und gut besuchte Vila Preseren und umschiffe die Enten und Schwäne, welche von Passanten großzügig gefüttert werden. Das Fazit dieser Tour: Fotoapparat einstecken, mit Wind und Wellen rechnen und die einzigartige Kulisse mit den Alpen im Hintergrund genießen.

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