Umag Südrunde
Adresse
Umag
GPS
45.426791394136, 13.522710800171
Anspruch 2 | Gastronomie 3 | Distanz 4,2 km | Dauer 1 Stunde

Umag gibt nicht nur an Land eine repräsentative Visitenkarte der Region ab, sondern lässt sich auch zu Wasser angenehm erkunden. Die südlichen Buchten sind leicht zu paddeln und bieten abwechslungsreiche Küstenabschnitte.
Allgemeine Infos
- Umag Touristeninfo
- Istrien Touristeninfo
- Umag Wikipedia
- Istrien Wikipedia
- Tour Video
- Klima
- Wind, Wellen, Wetter


Befahrungsregeln
Der gesamte Küstenabschnitt ist für Badegäste erschlossen und daher sehr beliebt. Ihnen ist genauso wie Booten frühzeitig auszuweichen.
Der Wellenbrecher am südlichen Umkehrpunkt der Tour ist unter Fischern sehr beliebt, daher ausreichend Abstand halten.
Gefahren
Der Weg vom Parkplatz zum Wasser ist nur kurz, dennoch darauf achten, dass man mit dem SUP keinen anderen Verkehrsteilnehmern störend im Weg ist. Autos, Mopeds und Fahrräder fahren auf der schmalen Straße.
An der Slipanlage bitte vorsichtig ins Wasser gehen. Sie ist zwar recht griffig gemauert, allerdings besteht immer ein Rutschrisiko. Am sichersten ist jedoch der Tourstart vom kleinen Strand rechts nebenan.
Umags Ufer sind vielerorts steinig und zerklüftet, wie fast überall in Kroatien. Darum ist es empfehlenswert, mit Bade- oder Neoprenschuhen zu SUPen und nicht zu nah ans Ufer zu paddeln (mind. 20 m Abstand halten). Die scharfkantigen Felsen können jedes Board stark beschädigen.
Vorab immer die Gezeiten beachten, denn bei Ebbe sollte man weiter vom Ufer entfernt paddeln, um das SUP vor den Felskanten zu schützen. Viele Unterwassergesteinsformationen reichen auch bei Flut recht nahe an die Wasseroberfläche.
Überall entlang der Strecke gibt es Badestrände und gemauerte Plattformen. Entsprechend ist mit vielen Badegästen zu rechnen. Auch anderen SUPs und Kajaks begegnet man zumindest ufernah – also vorausschauend paddeln.
Je nach Windverhältnissen und Gezeiten ist mit leichtem bis mittlerem Wellengang zu rechnen, wenn man nicht ganz ufernah in den Buchten die Promenade entlangpaddelt.
Der Hafen darf schon allein aufgrund des Wasserverkehrs nicht befahren werden. Wer von der Diga nach Norden paddeln möchte, muss immer Ausschau nach Booten und Jachten halten.
Der Tourabschnitt über das offene Meer sollte nur mit etwas Paddelerfahrung in Angriff genommen werden. Es ist keine Schande, hier mit Schwimmweste zu paddeln. Bei schönem Wetter fahren hier auch Jetskis auf und ab.
Am Ende der Querung paddelt man an einem Wellenbrecher vorbei. Dieser ist ein beliebter Fischereispot, darum mindestens 30 m Abstand halten, um keine Fischerleine einzufangen.
Anfahrt
Die einfachste Anreise nach Umag erfolgt mit dem Auto oder per Fernbus. Eine reine Zugreise ist nicht direkt möglich, da Umag keinen Anschluss an das Fernzugsnetz hat. Daher muss man meist in Triest oder Ljubljana umsteigen und den Rest der Strecke mit dem Bus zurücklegen. Flugreisende können die Region über die Flughäfen Triest, Venedig, Pula oder Zagreb anfliegen und benötigen für den letzten Teil der Strecke eine Shuttle-Verbindung oder einen Mietwagen.
Wer im Stadtzentrum mit dem Auto startet, ist binnen weniger Minuten am kleinen Hafen bzw. dem kostenlosen Parkplatz davor. Leider fahren überhaupt keine Busse in diesen Teil der Stadt, weshalb die einzige Alternative zum Auto/Taxi der Fußweg ist.
Parken
Nur wenige Meter vom Strand und dem kleinen Hafen Moela Port gibt es einen kostenlosen Parkplatz mit 25 Stellplätzen.
Baden
Umag bietet zahlreiche Strände mit guter Infrastruktur (Duschen, Umkleidemöglichkeiten, Gastro) in und um die Stadt. Die meisten bestehen aus Kies, Betonplatten oder Felsen und zeichnen sich durch kristallklares Wasser aus.
Im Frühsommer erreicht die Wassertemperatur der Adria typischerweise angenehme 23–25 °C, im August sogar bis zu 27 °C, was perfekte Badebedingungen schafft. Entlang dieser Route gibt es betonierte Plattformen und flach abfallende Schotterstrände.
Bis auf die kleine Landzunge der Altstadt kann man fast überall schwimmen gehen. Vielerorts gibt es auch öffentliche Duschen und Umkleidemöglichkeiten. Die Bars sorgen zudem für die gastronomische Grundversorgung.
Der Aquapark Istralandia liegt etwa 15 km entfernt bei Novigrad und bietet zahlreiche Rutschen, Pools und Attraktionen, die täglich für Tagesgäste geöffnet sind. Dorthin gibt es auch Shuttle-Transfers von Umag aus.



Tour
Vom kleinen Bootshafen Moela Port nördlich die Küste entlang bis zum Altstadtzentrum. Von dort über das Meer zurück zum südlichen Wellenbrecher und die Bucht entlang zurück zum Bootshafen.
Länge
4,2 km
Dauer
1 Stunde
Ein- und Ausstieg
Am kleinen Bootshafen Moela Port.

SUP-Verleih
Levante Water Sports
Katoro, 52470 Umag
Tel. +385 (0)91 516 5365
Sport Center Punta
Šetalište Miramare 1, 52470 Umag
Tel. +385 (0)989 360 007
Istria Punta
Gian Rinalda Carlia 12, 52470 Umag
Tel. +385 (0)91 9248 693
PulaKayakRental
Mobiler SUP-Verleih Istrien
Teslina 30, 52100 Pula
Tel. +385 (0)977 636 590


Gemütliches Kleinstadtpaddeln an der Promenade
Beim Eintritt Istriens aus dem Norden ist Umag die erste größere Stadt, und nach langer Anfahrt inklusive Staumarathon freue ich mich darauf, meine erste Meerestour des Jahres zu paddeln. Schließlich hat nicht nur der römische Adel vor langer Zeit die Stadt für sich entdeckt und sie zur Sommerresidenz erhoben, auch ich habe auf diesen antiken Ort schon länger ein Auge geworfen.
Nachdem ich den gesamten Reiseballast im gemieteten Apartment abgelegt habe, geht es keine fünf Minuten mit dem Auto in die südlichste Bucht der Stadt, von wo aus ich einen kleinen Rundkurs in Angriff nehmen werde. Das Straßennetz ist super ausgebaut und am Strand gibt es ausreichend weiß markierte – also kostenlose – Parkplätze (Stand 2026).
Zur Slipanlage bzw. dem kleinen Schotterstrand beim Moela Port nebenan sind es nur ein paar Schritte. Die machen aber dank Pinienduft und salziger Meeresluft gleich ein Jahr Meeresabstinenz wett, und spätestens mit dem Singen der Möwen stellt sich akutes Urlaubsfeeling bei mir ein.
Wind und Wellen meinen es heute gut mit Paddlern, weshalb ich sehr angenehme Bedingungen vorfinde, um auf dem frühsommerlich warmen Wasser rechts weg in Richtung Stadtzentrum zu paddeln. Da die Küste felsig und teils zerklüftet ist, muss ich auf mein SUP besonders aufpassen. Schließlich hat es schon mal ein paar scharfe Steinkanten geküsst und emittiert seither trotz Reparatur Luftbläschen.
Um so etwas zu vermeiden, hält man am besten mindestens 20 m Abstand zur Uferpromenade, denn schließlich kann man die landestypischen Steinhäuser sowie das Leben an den Stränden auch aus dieser Entfernung genießen. Anfang Juni tummeln sich noch nicht so viele Leute im Wasser, das dürfte aber in einem Monat komplett anders sein. In der Hauptsaison sollte man schon allein aufgrund der vielen Badegäste etwas Abstand zum Ufer halten.
Das glasklare Wasser trägt mich, während ein weicher Südwind für eine Strömung hin zur Altstadt sorgt und mir das Paddeln abnimmt. Das gibt mir mehr Zeit, mich auf die Palmen und Kakteen zu konzentrieren, die hier um meine Aufmerksamkeit buhlen. Ich passiere unzählige Badespots, romantische Sitzgelegenheiten mit Ausblick und natürlich auch das obligate Fotoherz.


Anstrengen wird man sich hier nicht, so gesehen ist das Angebot an Bars und anderen gastronomischen Einrichtungen zumindest für Stehpaddler überdimensioniert. Recht viel spielt sich heute am Afrikastrand und der anliegenden Africa Beach Bar ab. Als ich daran vorbeipaddle, sehe ich einen halben Kilometer vor mir bereits den Campanile über die Hausdächer des alten Stadtkerns ragen.
Der romanisch-gotische Glockenturm der Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein venezianisches Wahrzeichen, das mit 30 Metern Höhe die Altstadt von Umag überblickt und zugleich die wechselvolle Geschichte der Region verkörpert.
Bevor ich aber ganz nah herankomme, zieht mich das Wasser zu nicht so schönen alten Gewerbe- und Industrieanlagen, deren ausgedienter Backsteinschlot zumindest ansehnlich ist. Der sogenannte Tomato Chimney wird auf Google Maps als technisches Monument ausgewiesen, aber leider muss er nun als Aufhängung für diverse 5G- und Mobiltelefonsender herhalten.
Dafür geht danach an der Nautica Bar und der dahinterliegenden Badebucht – dem Dante Beach – der Spaß weiter, und als Paddler genießt man hier besonders ruhiges Wasser, solange nicht die Flut gegen das betonierte Ufer kracht.

So langsam füllen sich die Lokale an der alten Stadtmauer, deren leicht erhobene Terrassen über der Brandung natürlich heiß begehrt sind. Für mich offenbart der Blick vom Wasser hinauf zu den alten Gemäuern einen besonderen Charme, und es tut den Augen und dem Geist wahrlich gut, wieder schöne Gebäude aus echten Naturmaterialien zu sehen. Welche Abwechslung zu den charakterlosen Zweckbauten mit ausschließlich geraden Linien, wie sie fast überall in Europa aus der Erde gestampft werden.
Der sich verstärkende Wellengang weist darauf hin, dass die Diga, also der Wellenbrecher vor dem Hafen, nicht mehr weit weg ist. Hier halte ich genügend Abstand zu den Felsblöcken und gleite sanft an den Spaziergängern vorbei. Ganz draußen, beim Leuchtturm, weist die aufgemalte Jahreszahl 1950 wahrscheinlich auf das Alter dieser Uferverbauung hin. Vermutlich könnte man hier gelegentlich auch Fischern begegnen, aber heute muss ich darauf wohl nicht achten.
In den Hafen paddle ich nicht, denn das ist verboten. Dafür wende ich nach Backbord und ziehe von hier über das Meer bis zum Wellenbrecher an der Südbucht Umags. Den ca. 1,5 km langen Weg dorthin absolviere ich heute bei beinahe inexistentem Wellengang und nur leichtem Wind. Zeitweise sucht die Dünung ihren Weg zum Ufer, während mein Board darauf gekonnt tanzt, bis ich vor der Betonwand links in die Bucht getragen werde.

Hier stehen und sitzen heute eine Menge Fischer und mein Sicherheitsabstand ist entsprechend weit. Bis auf diese optisch fragwürdige Verbauung ist diese Seite der SUP-Route recht naturbelassen. Von den ankernden Segelbooten hallt herzhaftes Gelächter zu mir herüber, während ich ein solches bei der vorausliegenden Beach Bar Barakuda nur vermuten kann.
Als ich am kleinen Strand neben der Slipanlage wieder ankomme, putzt gerade eine Kroatin ihren frisch gefangenen Fisch – ein Bekannter hat ihn zuvor aus dem Meer gezogen. Das ist wohl die perfekte Metapher für diese Gegend: Natürlich, authentisch und frisch – das ist Istrien für mich.
Alternativen: Wer am großen Hafen vorbei nach Norden paddelt, kann diese Tour gleich mit der Nordrunde kombinieren und verdoppelt dabei die zurückgelegte Distanz. In südlicher Richtung paddelt man hingegen 2,5 km an teils unverbauten, naturrubelassenen Stränden und Küstenabschnitten vorbei bis zum urigen Dorf Duba.









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