Adresse

Umag

GPS

45.442247776398, 13.50923538208

Umag Nordrunde

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Adresse

Umag

GPS

45.442247776398, 13.50923538208

Anspruch 2  |  Gastronomie 3 |  Distanz 5,2 km |  Dauer 1 – 1,5 Stunden

Umags Norden ist gekennzeichnet von Sandstränden, zerklüfteten Felsen und einer künstlich angelegten Lagune. Eine Rundfahrt vorbei an Urlaubsdomizilen, Tennisplätzen und Jetskis.

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

Der gesamte Küstenabschnitt ist für Badegäste erschlossen und daher sehr beliebt. Zusätzlich ist in der kleinen Marina Stella Maris der Boot- und Jetskiverkehr nicht zu vernachlässigen. Also Augen auf und defensiv SUPen.

Mitunter kann man im Bereich der Marina Fischern begegnen. Ihnen bitte früh genug ausweichen!

Gefahren

Umags Ufer sind vielerorts steinig und zerklüftet, wie fast überall in Kroatien. Darum ist es empfehlenswert, mit Bade- oder Neoprenschuhen zu SUPen und nicht zu nah ans Ufer zu paddeln (mind. 20 m Abstand halten). Die scharfkantigen Felsen können jedes Board stark beschädigen.

Vorab immer die Gezeiten beachten, denn bei Ebbe sollte man weiter vom Ufer entfernt paddeln, um das SUP vor den Felskanten zu schützen. Viele Unterwassergesteinsformationen reichen auch bei Flut recht nahe an die Wasseroberfläche.

Überall entlang der Strecke gibt es Badestrände und gemauerte Plattformen. Entsprechend ist mit vielen Badegästen zu rechnen. Auch anderen SUPs und Kajaks begegnet man zumindest ufernah – also vorausschauend paddeln.

Je nach Windverhältnissen und Gezeiten ist mit leichtem bis mittlerem Wellengang zu rechnen, wenn man nicht ganz ufernah in den Buchten die Promenade entlangpaddelt.  

Die Anfahrt an die Laguna Stella Maris nach Verlassen des Umag Sand Beach verläuft über untiefes Terrain. Die Felsen sind teils nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche, weshalb man am besten viel Abstand zum Ufer hält.

Das Gleiche gilt für die Annäherung an die Marina Stella Maris weiter nördlich. Entlang des Ufers zwischen der Stella Maris Lagune und dem kleinen Bootshafen paddelt man teils über maximal anderthalb Meter tiefes Wasser. Teilweise ist der Boden sandig, vielfach aber auch felsig. Daher stets nach unten und nach vorn blicken!

An der Brücke muss man doppelt achtgeben, denn das auf dem Wasser schwimmende Begrenzungsseil ist stellenweise mit Muscheln übersät – genauso wie die Brückenpfeiler. Hier kann man sein SUP schnell beschädigen. Natürlich muss man auch den Kopf fest einziehen und auf den Knien unter der Brücke durchpaddeln.

Die kleine Stella Maris Marina ist in erster Linie für das Anlegen der Motorboote und Jetskis gedacht. Hier also besonders vorsichtig paddeln und Vorrang geben, da zu Stoßzeiten viel Verkehr auf dem Wasser herrscht.

Der Tourabschnitt über das offene Meer sollte nur mit etwas Paddelerfahrung in Angriff genommen werden. Es ist keine Schande, hier mit Schwimmweste zu paddeln. Bei schönem Wetter fahren hier auch Jetskis auf und ab.

Die Basis des Leuchtturms ist ebenso mit Muscheln belegt, daher nicht versuchen, dort anzudocken!

Anfahrt

Die einfachste Anreise nach Umag erfolgt mit dem Auto oder per Fernbus. Eine reine Zugreise ist nicht direkt möglich, da Umag keinen Anschluss an das Fernzugsnetz hat. Daher muss man meist in Triest oder Ljubljana umsteigen und den Rest der Strecke mit dem Bus zurücklegen. Flugreisende können die Region über die Flughäfen Triest, Venedig, Pula oder Zagreb anfliegen und benötigen für den letzten Teil der Strecke eine Shuttle-Verbindung oder einen Mietwagen.

Daher ist auch der Startpunkt für diese Tour im Norden Umags, der kleine Sandstrand, am besten mit dem Auto erreichbar. Vom Stadtzentrum fährt man ungefähr sechs Minuten bis zu den Parkplätzen.

Parken

Direkt vor dem kleinen Sandstrand gibt es ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten. Um die Tennisplätze herum sind die Straßenmarkierungen weiß, also gebührenfrei (Stand 2026). Beim Restaurant La Capannina gibt es sogar schattige Parkplätze unter Bäumen.

Wer die Tour hingegen am Sand Beach weiter nördlich beginnen möchte, findet beim Tenniscenter kostenlose, weiß markierte Parkplätze. Von dort geht man ca. 400 m bis zum Strand. Abseits dieser Parkfläche kann man das KFZ nur gegen eine Tagesgebühr abstellen, stundenweise bezahlen ist nicht möglich (Tagesgebühr 10 €/Stand 2026).

Baden

Umag bietet zahlreiche Strände mit guter Infrastruktur (Duschen, Umkleidemöglichkeiten, Gastro) in und um die Stadt. Die meisten bestehen aus Kies, Betonplatten oder Felsen und zeichnen sich durch kristallklares Wasser aus.

Im Frühsommer erreicht die Wassertemperatur der Adria typischerweise angenehme 23–25 °C, im August sogar bis zu 27 °C, was perfekte Badebedingungen schafft. Viele Strände wie der Polynesia Beach (Katoro), Osmica oder die Laguna Stella Maris sind mit der Blauen Flagge ausgezeichnet und verfügen auch über einen Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih.

Für Kinder vorteilhaft sind vor allem die flach abfallenden Abschnitte wie an den Sandstränden (Small Sandy BeachSandy Beach und Sand Beach) sowie am Osmica-Strand, wo es zusätzlich Meerwasserpools und Spielmöglichkeiten für die Kids gibt.

Außerdem locken in der näheren Umgebung weitere schöne Buchten wie Kanegra oder Savudrija mit wohlriechenden und schatten­spendenden Pinienwäldern.

Der Aquapark Istralandia liegt etwa 15 km entfernt bei Novigrad und bietet zahlreiche Rutschen, Pools und Attraktionen, die täglich für Tagesgäste geöffnet sind. Dorthin gibt es auch Shuttle-Transfers von Umag aus.

Tour

Vom kleinen Sandstrand nördlich des Hafens rechts weg das Nordufer entlang zur Stella Maris Lagune sowie zum Stella Maris Hafen. Von dort über das Meer zum Leuchtturm und wieder zurück.

Länge

5,2 km

Dauer

1 – 1,5 Stunden

Ein- und Ausstieg

Am kleinen Sandstrand beim Hotel Sipar Plava Laguna.

SUP-Verleih

Levante Water Sports
Katoro, 52470 Umag
Tel. +385 (0)91 516 5365

Sport Center Punta
Šetalište Miramare 1, 52470 Umag
Tel. +385 (0)989 360 007

Istria Punta
Gian Rinalda Carlia 12, 52470 Umag
Tel. +385 (0)91 9248 693

PulaKayakRental
Mobiler SUP-Verleih Istrien
Teslina 30, 52100 Pula
Tel. +385 (0)977 636 590

Sandstrandhopping und Lagunenpaddeln

Wie kann man eine schöne Tourstrecke abwerten? Zum Beispiel, indem man den Sonnenstecker zieht und den Wolkengenerator anwirft. Der gestrige Tag begann wie prognostiziert mit Sonnenschein, aber bereits bei der Fahrt zum kleinen Sandstrand nördlich des Hafens trübte sich das Wetter ein. Tiefgraue Regenwolken verhießen nichts Gutes, und der Vormittag tauchte in ein düsteres Kleid.

Hätte ich gewusst, dass es in zwei Stunden, also nach meiner SUP-Runde, wieder sonnig sein würde, hätte ich mein SUP wohl erst viel später aufgepumpt. Stattdessen wäre ich zurück in die Altstadt auf einen Kaffee gefahren.

Ich habe die Nordrunde zwar abgepaddelt, war aber dann aufgrund der Wetterverhältnisse so unzufrieden mit Bild- und Videomaterial, dass ich heute bei Kaiserwetter abermals aufs Board steige, um diese schöne Strecke auch bei sommerlichem Wetter zu erleben.

Autofahrer haben hier die große Auswahl an kostenlosen Parkplätzen, die es um die Tennisplätze beim Hotel Sipar Plava Laguna und beim Restaurant La Capannina zur Genüge gibt. Ein schattiger Platz zwischen den Laubbäumen garantiert mir ein halbwegs kühles Auto hinterher, und mein SUP mache ich am kleinen Sandstrand nebenan betriebsbereit.

Der Small Sandy Beach ist nämlich optimal, denn es geht flach ins Wasser und in der kleinen Bucht ist man vor stärkerem Wellengang etwas abgeschirmt. Aber um diesen muss ich mir heute keine Sorgen machen, denn mit den kleinen Wellen komme ich leicht zurecht. Gestern war das Wasser noch ruhiger als ein schlafender Fisch, heute gibt es einen ganz gewöhnlichen leichten Wellengang.

Rechts weg paddle ich gleich mal zum nächsten Sandstrand, dem Umag Sandy Beach, wo sich schon einige Badegäste und Stehpaddler bereit für den Tag machen. Unter mir sehe ich den felsigen Boden detailgenau vorbeiziehen und ich schlängle mich bedacht zwischen den Felsformationen hindurch.

Die Unterwasserwelt ist absolut sehenswert, weshalb hier auch gerne geschnorchelt wird. Wer auf dem SUP noch nicht ganz sicher unterwegs ist, sollte lieber einen weiten Bogen um die kantigen Wasserfelsen machen, denn schnell kann solch eine riskante Routenführung das Board aufkratzen.

Hier reihen sich die kleinen Sandstrände wie Perlen an einer Kette aneinander, was für Kroatien eher ungewöhnlich ist. Binnen kurzer Zeit erreiche ich den größten davon, den Umag Sand Beach vor dem Tennis-Zentrum. Es bietet unzählige Courts und am Center-Court, dem ATP-Stadion „Goran Ivanišević“, findet jedes Jahr Kroatiens größtes Tennisturnier statt.

Vom Tennisareal ist in der Strandbucht nicht viel zu sehen, dafür gibt es hier eine tolle Infrastruktur mit Gastrobetrieben, Duschen, Wassersportangeboten und Trainingsmöglichkeiten im Freien. Gerade für Familien mit Kleinkindern ist der gesamte Uferabschnitt dieser SUP-Strecke wärmstens zu empfehlen, denn die Wasserzugänge sind sicher und es fehlt an nichts. Als Bestätigung dafür weht hier überall die Blaue Flagge.

Die Route um den großen Sandstrand herum sollte man wieder mit ausreichendem Uferabstand absolvieren, denn zur kleinen Brücke an der Stella Maris Lagune ist wieder mit Untiefen zu rechnen. Ich paddle motiviert auf die Brücke zu, wohlwissend, dass davor Hunderte scharfkantige Muscheln auf dem Begrenzungsseil kleben.

Nicht über das gesamte Seil, aber gut verteilt, sodass man sich einen halbwegs muschelfreien Seilabschnitt suchen muss. Da ich ja gestern schon hier war, weiß ich bereits, wo ich gut über das Seil komme und wie ich ein aufgeschlitztes SUP verhindern kann. Auch die Wände und Pfeiler sind mit Muscheln übersät, also aufpassen und auf allen vieren unter der Brücke in die künstliche Lagune gleiten!

Ich finde es ja immer schade, wenn ein aufblasbarer Wasserpark eine schöne Uferzone verunstaltet, aber da muss ich nun stark sein. Die Lagune mit ihrem flachen Schotterufer ist künstlich angelegt, aber schön, und einige Bars sorgen für genügend Auswahlmöglichkeiten, was Drinks & Co anbelangt. Im Prinzip ist die gesamte Lagune Teil des Stella Maris Resorts mit seinen unterschiedlichen Unterkünften (Hotels, Mobile Homes, Apartments).

Man befindet sich sozusagen inmitten eines frei zugänglichen Feriendorfes, inklusive eigenem Wege- und Straßennetz und hauseigener Lagune. Diese umrunde ich kurzerhand und ziehe danach wieder aufs Meer hinaus, um über den Wasserweg auch noch in die halb so große Stella Maris Marina zu paddeln.

Ich bleibe ufernah, aber ausreichend weit von den Felsformationen entfernt. An der Promenade schreiten viele Urlauber bereits in Richtung Mittagessen, während mir so langsam der Wind aus nördlicher Richtung zu schaffen macht. Die West- und die Nordseite der gesamten Ferienanlage sind von weitläufigen und seichten Felsufern umrahmt, die mich dazu zwingen, im weiten Bogen herum zum Nadelöhr der Marina zu paddeln. Dadurch bin ich dem kurzzeitigen Wind von bis zu zwei Beaufort ausgeliefert und muss etwas mehr achtgeben, nicht von den Wellen abgeworfen zu werden.

Spätestens beim Einfahren in den kleinen Hafen wird es jedoch wieder richtig ruhig und ich genieße das gesamte Areal für mich. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn hier fahren Jetskis und Schnellboote ein und aus, nur halt nicht zu Mittag, wie es scheint.

Die Mittagsruhe wird wohl strikt eingehalten, denn nur ein Hund lässt sich zu einem Bellintervall hinreißen. Nach einer kurzen Umrundung geht es wieder hinaus aufs Meer, wobei ich den Rückweg nicht am Ufer entlang zurücklege. 1,3 km vor mir sehe ich den kleinen Leuchtturm Garofulin mitten im Wasser, der nur vierhundert Meter von der Küste entfernt ist.

Dorthin zieht es mich, und ich paddle in direkter Linie geradeaus über das offene Meer. Die Brise ist nun meine Partnerin und nimmt mich mit nach Süden, während am Horizont Jachten und Schiffe zu sehen sind. Ich kann es kaum glauben, dass ich hier, ungefähr einen halben Kilometer vom Ufer entfernt, einen einsamen Schmetterling vor mir vorbeiflattern sehe.

Er flattert sogar noch weiter hinaus und möchte mir wohl signalisieren, dass Freiheit und Leichtigkeit dann eintreten, wenn man bekannte Ufer verlässt und sich auf das Unbekannte einlässt. Ich blicke nach unten und wie an den Stränden, so ist auch hier das Wasser so klar, dass ich den Meeresgrund erkennen kann. Es werden wohl kaum mehr als acht Meter hinunter sein.

So gesehen bin ich wie der Schmetterling, weit weg von festem Boden und innerlich so frei, wie selten dort auf dem Festland, wo Zwänge, Regeln und Konventionen auf mich warten, sobald ich wieder dort bin.

Als ich wenige Minuten später den Leuchtturm erreiche, lasse ich mich einfach sitzend treiben und genieße die Einsamkeit, die mich wie ein unsichtbarer Klebstoff zu einer Einheit mit dem Meer werden lässt. Der Kopf wird leer, gedankenlos, nur die Wahrnehmungen bestimmen den Moment, und irgendwie könnte ich ewig dem Wind und dem Wasser lauschen.

Leider ist die Plattform des Leuchtturms aber von Muscheln übersät, weshalb ich aus meiner süßen Meditation herausgerissen werde, weil mein SUP darauf zusteuert. Schließlich soll es nicht wieder aufgeschlitzt werden, wie vor einigen Jahren.

So geht es die letzten Meter zurück zum kleinen Sandstrand, Umags Silhouette stets in meiner rechten Augenperipherie. Das Anlanden gestaltet sich als leichtes Spiel, da es in der kleinen Bucht keine Felsformationen gibt, weshalb ich sanft ans Ufer ausgleiten kann.

Man könnte nun natürlich gleich nebenan im Restaurant La Capannina einkehren und mit herrlichem Weitblick über das Meer die Tour feiern. Ich hingegen muss bedauerlicherweise die Heimreise antreten und kehre stattdessen kurz vor der slowenischen Grenze in die Konoba Rustica ein. Ein wahrer Geheimtipp, auch wenn man nicht auf der Heimreise in Richtung Norden ist.

Alternativen: Man kann an jedem erdenklichen Strandabschnitt entlang dieser Route starten und so bei Bedarf diese Tour auch abkürzen. Andererseits sind auch Tourverlängerungen nach Norden und Süden möglich, nicht nur, weil die Küstentopographie gleich bleibt, sondern auch, weil man hier stets an bewohntem Gebiet vorbeipaddelt.

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