Stubenbergsee
Adresse
Stubenbergsee
GPS
47.2293301, 15.7996387
Anspruch 1 | Einkehr 3 | Länge 2,5 km | Dauer 30 – 45 Minuten

Der künstlich angelegte See im Freizeitpark am Fuße des Kulm ist der einzige größere See der Oststeiermark und daher eine beliebte SUP-Destination in der Region.
Allgemeine Infos
- GenussCard
- Steiermark Touristeninfo
- Stubenbergsee Touristeninfo
- Stubenbergsee Wikipedia
- Klima
- Wind, Wellen, Wetter
Befahrungsregeln
Der See ist im Sommer stark frequentiert, sodass auch auf dem Wasser viel Verkehr herrschen kann. Aufgrund der geringen Ausdehnung der Wasserfläche müssen wir Paddler besonders vorausschauend paddeln und Schwimmern, Segelbooten sowie Windsurfern frühzeitig ausweichen.
Gefahren
Der See ist klein und gleichzeitig Hotspot für viele Wassersportler. Segeln, Surfen, SUPen, Schwimmen und Tretbootfahren auf 40 ha. Außerdem zirkuliert ein Ausflugsschiff zwischen den Anlegestellen. Darum sollte man immer bedacht unterwegs sein sowie Augen und Ohren offenhalten, um Kollisionen zu vermeiden.
Entlang der Uferpromenade bitte achtgeben, dass man mit dem SUP niemandem im Weg steht. Hier tummeln sich Badegäste, Radfahrer und andere Freizeitsportler.
Entlang des Südufers stehen oft Fischer, da es hier keine Liegewiese gibt. Nicht zu nah am Ufer paddeln, wenn gefischt wird!
Beim Sprungfelsen ausreichend Abstand halten! Vor allem an schönen Tagen ist davor sehr viel los, denn Kinder und Jugendliche können nicht genug davon bekommen, waghalsig runter zu springen.
Anfahrt
Der See ist aus allen Himmelsrichtungen gut mit dem Auto erreichbar. Auch Busse führen hierher, denn die Buslinien 209, 337, 338 haben rund um den See Haltestellen. Allerdings zahlt sich die Anreise mit dem Bus nur im regionalen Bereich aus. Beispielsweise erreichen Busverbindungen aus Graz oder Hartberg nur nach unverhältnismäßig langen Umwegen den See.
Parken
Parkplätze gibt es entlang des Ost- und Nordufers ausreichend, und zwar den Parkplatz Ost, Seestraße, Nord und Strandbad. Die Tagesgebühr beträgt auf allen Parkplätzen 4 Euro (Stand 2025) und man ist nur wenige Meter von den Liegewiesen entfernt.



Baden
Der Stubenbergsee war zum Zeitpunkt seiner Eröffnung der erste künstliche Badesee der Steiermark und zählt heute zu den wärmsten Seen in ganz Österreich. Die Wassertemperatur erreicht im Sommer bis zu 28° C, obwohl der See von der kühlen Feistritz gespeist wird. Bevor das Wasser in den See geleitet wird, erfolgt noch eine spezielle Reinigung, weshalb die Wasserqualität sehr hoch ist. Damit der See aber nicht zu einer heißen Badewanne verkommt, verfügt er seit 2019 über ein eigenes Kühlsystem.
Bis auf das Südufer kann man von allen Seiten gut ins Wasser gelangen, wobei die Liegewiesen mit der meisten Infrastruktur (Gastro, Sanitäranlagen, Freizeitanlagen) entlang des Nord- und Ostufers liegen. Allerdings zahlt man von Mai bis September Eintritt (Tageskarte 8€, Nachmittagskarte 6€ – Stand 2025).
Wer es gerne kühler hat, kann sich auch kurz in die vorbeiziehende Feistritz wagen. Diese erreicht man über die westliche Uferpromenade (Dammstraße), wo sie ganz langsam am See vorbeifließt.
In der kalten Jahreszeit bietet sich die 25 km entfernte Therme Loipersdorf zum Baden und Entspannen an.

Sehenswert
Der Tierwelt Herberstein hat sich auf die artgerechte Haltung und den Erhalt bedrohter Tierarten spezialisiert. Besucher können hier heimische und exotische Tiere in naturnahen Gehegen erleben. Der Zoo ist auch für sein historisches Schloss Herberstein und seine familienfreundlichen Angebote bekannt.
Unweit des Sees bietet Flaggl Ballooning einzigartige Ballonfahrten über der Oststeiermark an, bei denen Fluggäste Ruhe, Naturerlebnisse und unvergessliche Momente hoch oben in der Luft erleben können. Ein besonderes Highlight sind die stimmungsvollen Sonnenauf- oder -untergangsfahrten.
Die Riegersburg ist nur etwa. 15 km vom See entfernt. Sie ist eine imposante Burg auf einem Vulkanfelsen mit atemberaubender Aussicht über die Steiermark. Das Burgmuseum und die Falknerei machen einen Ausflug dorthin besonders lohnenswert.
Extra-Tipps
Der Seerundweg bietet eine gemütliche 3 km lange Route um den See. Die familienfreundliche Strecke ist voll von Rastplätzen, Bademöglichkeiten und einladender Gastronomie. Ein Nachteil ist jedoch, dass bei Badebetrieb ein Eintritt zu zahlen ist, um den Seerundweg benutzen zu können.
Bei einer ca. einstündigen Schiffsrundfahrt erfährt man Wissenswertes über die Region. In den Monaten Juli und August ist die Fahrt für Tagesgäste mit See-Eintrittskarte ab 16 Uhr kostenlos! Gruppen ab 20 Personen können zwischen Mai und Oktober Ausflugsfahrten buchen.

Tour
Von jeder erdenklichen Einstiegsstelle einmal das Ufer entlang.
Länge
2,5 km
Dauer
30 – 45 Minuten
Ein- und Ausstieg
Überall entlang des Ufers möglich.
SUP-Verleih
Segelschule Sven Reiger
Freienberg 108, 8223 Stubenberg am See
Tel. +43 (0)676 5361314

Übernachtung
Boutique Hotel Erla
Buchberg 70, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)3176 8889
Pension Waldhof
Siegersdorf 70, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)3176 80210
Landgut Riegerbauer
Herberstein 12, 8222 Sankt Johann bei Herberstein
Tel. +43 (0)3113 2301
JUFA Hotel Stubenbergsee
Buchberg 140, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)570 8344010
Einkehr
Grandma’s Hipster Kiosk 99
Dammstrasse Strandbad, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)664 544 2102
Haus am See
Buchberg 69, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)3176 8887
Beach Bar Stubenberg
Buchberg 108, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)676 9672150
Seehof Beachclub
Buchberg 77, 8223 Stubenberg
Tel. +43 (0)664 3591939

Rarität zwischen den Hügeln
Ziemlich versteckt liegt der Stubenbergsee in einer Niederung unter dem beschaulichen Örtchen Stubenberg in der Oststeiermark. Als er in den 1970ern errichtet wurde, war er der erste künstliche Badesee des Bundeslandes und hat sich seitdem zu einem wahren Freizeitparadies gemausert. Neben den unzähligen Wassersportarten, die man hier ausüben und erlernen kann, gibt es auch einen Freizeitpark, einen Kletterpark, einen künstlichen Sprungfelsen sowie Beachvolleyballplätze.
Das gastronomische Angebot ist für den See eigentlich völlig überdimensioniert, denn überall am und rund um den See findet man Bars und Gaststätten. Einziger Wermutstropfen: im Sommer ist dieses kleine Freizeitparadies nur gegen eine Eintrittsgebühr betretbar. Seen sind in der Region sehr rar gesät, weshalb es schade ist, dass der Stubenbergsee der Bevölkerung nicht kostenfrei zur Verfügung steht.
Nichtsdestotrotz finde ich mich bereits frühmorgens am großen und noch leeren Parkplatz Ost ein, um rechtzeitig vor den Massen den See kennenzulernen. Die teils riesigen Parkplätze lassen darauf schließen, dass es hier bei Vollauslastung ziemlich zur Sache geht – an Land als auch zu Wasser.
Ich steige hingegen am leeren Nordufer in das seichte und warme Wasser und lasse meine Blicke über die Landschaft vor mir ziehen. Von rechts kommen bereits die ersten Paragleiter vom Kulm heruntergeflogen, während die ersten Spaziergänger einen Rundgang über die Seepromenade angehen.


Schnell mein Zeug in die Drybag packen und los gehts! Gleich rechts weg liegen die Segelboote der Segelcrew Hartberg der Reihe nach aufgefädelt und warten auf die ersten Ausfahrten. Kurz danach einmal scharf rechts um die Ecke und schon muss ich meinen Kopf unter der Fußgängerbrücke einziehen. Der kleine Kanal ist aber nur knappe 70 m befahrbar, danach muss man schon wieder wenden.
Also gleite ich wieder hinaus auf den See und ziehe meine Linien rüber zum Wasserspielplatz inklusive Wasserrutsche. Das Tolle an diesem See ist, dass man wirklich von überall leicht und gefahrlos ins Wasser steigen kann. Schließlich sind die Ufer so angelegt, dass auch Nichtschwimmer zumindest ein paar Meter weit ins Wasser gehen können, bevor es tiefer wird.
Das Westufer verläuft neben der Feistritz, die man übrigens auch gemütlich paddeln kann und damit fast bis nach Ungarn kommt. Die Uferlinie wird alternierend von Bars, Schiffsanlegestellen und der Segelschule gesäumt. Außerdem ist die hier verlaufende Uferpromenade unter Campern sehr beliebt, die ihre Campingmobile am Straßenrand parken und so direkt am See Unterkunft finden.
Etliche SUPs liegen schon auf der Wiese bereit, und passenderweise paddle ich gerade an der Surf- und Segelschule Reiger vorbei, die übrigens den einzigen SUP Verleih am See betreibt.

Nachdem es ja einer der wärmsten Badeseen Österreichs ist, verwundert es nicht, dass bereits in der Früh etliche Badegäste das ruhige Wasser genießen, bevor der Segel- und SUP-Verkehr zulegt. Ich paddle weiter zum Südufer, das aber relativ bewaldet ist und kaum Möglichkeiten bietet, sich als Badegast niederzulassen. Hier kann man hingegen vermehrt mit Fischern rechnen, von denen ich aber heute früh keinen sehen kann.
Meine Nose peilt indes den Seehof Beachclub an, als ich hoch oben im Himmel drei Ballons sehe. Welch majestätische Weise sich fortzubewegen, denke ich, während ich mich dem Ostufer nähere. Und dann bemerke ich erst, dass ich einer kleinen optischen Täuschung aufgesessen bin. Die Ballone hängen ja an Leinen und scheinen mit Helium gefüllt zu sein. Wohl ein toller Blickfänger des Beachclubs, der seine Wirkung bei mir nicht verfehlt hat.
Noch so einen Blickfänger entdecke ich weiter nördlich, als ich den Sprungfelsen ins Visier nehme. Auch hier wagen sich bereits die ersten Kids an die Felsenkante und springen mutig in den See. Besonders hoch ist der künstliche Felsen zwar nicht, aber er sieht auf jeden Fall einladender aus, als ein Betonklotz namens Sprungturm.
Nach weniger als einer Stunde erreiche ich wieder das Nordufer und habe mich dank der Windstille und des glatten Wassers nicht wirklich anstrengen müssen. In der Zwischenzeit ist das Leben am See wirklich erwacht und es tummeln sich bereits etliche Surfer, Segler und Paddler auf dem Wasser. Mein SUP-Pensum ist für heute erledigt, nun geht es noch eine Runde zu Fuß um den See. Den drei Kilometer langen Rundweg absolviere ich als Abschluss auch noch schnell zu Fuß und genieße dann den restlichen Vormittag gemütlich auf der Liegewiese.








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