Adresse

Sottomarina

GPS

45.21542291699, 12.288111448288

Sottomarina Nordrunde

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Adresse

Sottomarina

GPS

45.21542291699, 12.288111448288

Anspruch 3 |  Einkehr 3 |  Länge 6,4 km |  Dauer 2 – 2,5 Stunden

Was gemächlich startet, entwickelt sich letztendlich zu einer wahren Paddelaufgabe. Vom Hafen bis zum Sandstrand darf man sich den Weg fleißig und unterhaltsam erarbeiten.  

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

Sottomarinas Westen beherbergt den Hafen und ist daher gemeinsam mit dem Norden der Landzunge voller Wasserfahrzeuge, denen natürlich immer auszuweichen ist. Da von den Kais aus auch gefischt wird, ist vorausschauendes Paddeln mit ausreichend Abstand zu den Ufern angesagt.

Am Wellenbrecher wird ebenso gefischt und das Meer ist im Sommer voller Badegäste, Paddler und Tretboote. Daher ausreichend Abstand zu allen Akteuren halten und im Uferbereich am besten kniend bzw. sitzend bis zum Strand paddeln!

Das SUP bitte nicht an Bootsanlegestellen ankern, sondern nach dem Anlegen immer mit an Land nehmen!

Gefahren

Wer entlang der Hauptstraße parkt, muss achtgeben, weder den Straßenverkehr noch die Passanten während der Tourvorbereitung oder beim Gehen zu behindern. Hier ziehen auch die Rad- und Mopedfahrer sehr schnell vorbei – oft gruppenweise und nebeneinander.

Der Rückweg vom Strand zum Parkplatz geht durch den stark frequentierten Ort Sottomarina. Manche Gehsteige sind eng, also mit dem SUP in der Hand immer aufmerksam hantieren und den Straßenverkehr genau beobachten (viele Mopeds und Räder)!

Die Wasserzugänge an den Bootsanlegern beim Parkplatz an der Isola dell’Unione sind mit Vorsicht zu genießen. Man steigt vom Kai etwa einen halben Meter zu winzigen Holzstegen runter, die nur aus einer Latte bestehen und mitunter recht wackelig sein können. Nichts überstürzen und am besten zu zweit Board und Paddler auf das Wasser bringen!

An allen Einstiegsstellen ist höchste Aufmerksamkeit geboten, um die Muscheln an Kais und Bootsanlegern nicht zu berühren. Für iSUPs können diese tödlich sein, wenn sie das Board aufschneiden.

Um die Einstiegshöhe am Kai möglichst gering zu halten, und damit für mehr Sicherheit und Bequemlichkeit bei Tourstart zu sorgen, ist es sinnvoll, die Tour zum Höhepunkt der Flut zu planen.

Die Slipanlage der Isola dell’Unione gilt es zu meiden, denn es ist einfach zu glitschig, um sich sicher darauf fortzubewegen!

Der Wellengang ist entlang der Hafenseite (westlicher Tourabschnitt) noch akzeptabel, jedoch ab dem ersten Leuchtturm gibt es dann kein Halten mehr. Bis zu einem halben Meter hoch schwappen die Wellen im Norden Sottomarinas von allen Seiten auf das Board, fordern die Balance maximal heraus und verlangsamen das Weiterkommen extrem. Im Zweifelsfall schadet es nicht, eine Schwimmweste zu tragen.

Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens ist es ratsam, recht nah am Ufer bzw. knapp abseits des Fahrwassers zu paddeln. Andererseits sollte man jedoch genügend Sicherheitsabstand zu ankernden Booten und Kaimauern halten.

Spätestens beim Wellenbrecher wird man mit Fischern konfrontiert. Daher am besten mindestens 30 m Abstand zur Steinaufschüttung halten.

An den zwei Leuchttürmen zumindest 10 m Sicherheitsabstand halten, da an beiden herum die Wassertiefe geringer ist. An manchen Stellen nördlich entlang des Wellenbrechers liegen die Felsblöcke nur einen bis anderthalb Meter unter dem Wasserspiegel. In Kombination mit dem Wellengang kann’s bei Stürzen weh tun.

Im gleichen Bereich sind auch kleinere Seegrasanhäufungen möglich, die das Tempo stark drosseln können, wenn genug davon an den Finnen hängenbleibt.

Im Sommer ist der Strand – und damit auch das Wasser – voll. Mit ausreichender Voraussicht und ggf. kniend paddeln!

Es können immer wieder stärkere Winde bis zu 4 Bf auftreten, die einer Tourplanung entgegenstehen oder die Tour nochmals erschweren.

Anfahrt

Die Anreise nach Chioggia ist mit jedem erdenklichen Verkehrsmittel möglich. Mit dem Auto fährt man aus dem Süden beispielsweise über die A 13 und die SS 309 bis Chioggia. Aus Venedig im Norden reist man ebenfalls über die SS 309 an und erreicht das kleine Venedig in einer knappen Stunde.

Wer mit dem Zug kommt, nimmt beispielsweise eine Verbindung nach Rovigo oder Padua, von dort weiter mit der Regionalbahn nach Chioggia (Sottomarina). Alternativ verkehren Fernbusse von Städten wie Venedig, Padua oder Bologna – oft mit Umstieg in Piove di Sacco oder Adria.

Von Venedig aus sind auch reizvolle private Bootsverbindungen und öffentliche Fährverbindung per Vaporetto (lokaler Wasserbus) über die Lagune möglich (Linie 11 via Lido und Pellestrina).

Der nächstgelegene Flughafen ist Venedig Marco Polo (VCE), vom Flughafen Treviso (TSF) ist Chioggia in ca. 1,5 Stunden per Zug oder Bus erreichbar.

Parken

Auf der Insel Isola dell’Unione gibt es kostenpflichtige Parkplätze mit Stundensätzen zu 1,5 € bzw. Tagessätzen zu 8 € (Stand 2025). Der Parkplatz an der Ponte dell’Unione ist optimal, da man hier schattenspendende Bäume sowie ausreichend Platz zum Aufpumpen hat und gleich am Kai die Tour beginnen kann. Zu gleichem Preis parkt man auch entlang der Hauptstraße, allerdings mit weniger Platz zur Tourvorbereitung (Gehsteig) und viel Straßenverkehr.

An der Brücke Ponte Translagunare befindet sich das Parkhaus Park Unione, wobei ein Teil der Stellplätze im Freien ist und die Preise etwas höher ausfallen als an den oben genannten Parkplätzen.

Weitere kostenpflichtige Parkplätze findet man im Ortskern Sottomarinas. Kostenfreie Parkplätze (weiß markiert) sind meist auf eine Parkdauer von 60 Minuten beschränkt.

Baden

Sottomarina ist sozusagen Chioggias eigener Badeort. Er bietet lange, gut gepflegte Sandstrände an der Adria, die besonders in den Sommermonaten sehr beliebt sind. In Sottomarina gibt es zahlreiche Strandbäder (bagni) mit Liegen, Sonnenschirmen, Duschen, Bars und Spielplätzen. Der Zugang zum Meer ist hier flach und kinderfreundlich, das Wasser ist meist sauber und ruhig.

Die Wassertemperatur steigt ab Mai auf etwa 18–20 °C und erreicht im Juli und August an die 27 °C. Öffentliche und private Strandabschnitte wechseln sich ab, wobei viele Hotels über eigene Strandzugänge verfügen. Rettungsschwimmer sorgen in der Hochsaison für Sicherheit, zudem gibt es genügend Möglichkeiten zum Windsurfen, Tretbootfahren oder Stand-up-Paddeln. Eine offizielle Kitesurf-Zone befindet sich am nördlichen Ende des Strandes. Die kilometerlange Strandpromenade (Lungomare Adriatico) lädt zum Spazierengehen und Radfahren ein und ist gerade am Abend ein lebhafter Treffpunkt.

Tour

Vom Kai an der Isola dell’Unione nördlich zum Hafen starten, beim ersten Leuchtturm rechts herum zum Wellenbrecher und von dort rechts um den zweiten Leuchtturm zum Strand.

Länge

6,4 km

Dauer

2 – 2,5 Stunden

Ein- und Ausstieg

Einstieg optimalerweise über die Stiege an der Brücke Ponte Isola dell’Unione.
Ausstieg am Strandabschnitt 10 (Bagno 10 – Astoria Zentrum) von Sottomarina.

SUP-Verleih

Noleggio pedalò, canoe e sub da luca
Bagni clodia, 30015 Chioggia
Tel. +39 (0)33 91948 700

Centro Astoria
Lungomare Adriatico 29, 30019 Sottomarina
Tel. +39 (0)41 5540 576

Decathlon Rent Chioggia
Strada Statale Romea 309, int. 508
Parco Commerciale Clodì, 30015 Chioggia
Tel. +39 (0)41 490256

Zusätzlich gibt es an den Stränden auch SUP-Verleiher ohne Internetauftritt.

Kielwasserritt zum Strand

Ist heute wirklich Sonntag? Ich reise mit dem Auto aus dem Süden an und staune nicht schlecht über das vibrierende Leben entlang der Route. Die Fahrt durch die Landzunge Sottomarina zieht sich in die Länge, denn etliche Kreisverkehre können das hohe Aufkommen an PKWs, Fahrrädern und Vespas nur schwitzend stemmen, während ich gleichzeitig versuche, die Umgebung mit meinen Blicken aufzusaugen. Sottomarina, quasi der Badestrand Chioggias, erstreckt sich strandseitig über eine Distanz von fünf Kilometer und entwickelte sich seit den 1950ern zu einer Urlaubshochburg vergleichbar mit Spots wie Jesolo oder Lignano.

Die heutige Tour wird mich jedoch nur entlang des nördlichen Endes dieser Halbinsel führen, den geschichtlich gesehen neuen Teil Sottomarinas. Ich entdecke auf der kleinen Insel Isola dell’Unionen zwischen Chioggia und Sottomarina einen idealen Parkplatz, auf dem ich für nur acht Euro (Stand 2025) mein Auto den ganzen Tag abstellen kann. Das Parkplatzareal bietet genug Fläche zum Auspacken und Vorbereiten, den Wasserzugang finde ich gleich nebenan am Kai.

Da der Wasserspiegel auch bei Flut recht tief liegt, steige ich über die Mini-Holzstege der Bootsanleger aufs Board. Also zuerst das SUP vorsichtig – am besten zu zweit – ins Wasser lassen, dann ebenso vorsichtig auf eine der hoffentlich wackelfreien Holzlatten steigen. Da ständig Boote vorbeifahren, schwappen auch hier die Wellen regelmäßig leicht gegen den Kai und können für einen kippeligen Start sorgen. Daher paddle ich zunächst kniend nach links und visiere die Brücke Ponte Isola dell’Unione an, an dessen Ende es eine kleine Stiege gibt, über die man die Tour ebenfalls starten kann. Es ist auf jeden Fall die sicherere Variante.

Ich paddle stets rechts und versuche dabei genügend Abstand zu den ankernden Wasserfahrzeugen zu halten, damit ich von den seitlich einfallenden Kielwellen nicht zu ihnen gedrückt werde. Herrliche Salzluft vermischt sich mit dem Geruch von Fisch und Treibstoff, eine olfaktorische Stimmungslage, die ich seit jeher genüsslich mit südlichen Destinationen in Verbindung gebracht habe.

Ein Genuss ist auch der Blick links rüber nach Chioggia, wo sich die Türme der Kirchen San Giacomo Apostolo und San Domenico über die Hausdächer der Lagunenstadt bohren. Geradeaus blicke ich über die weite venezianische Lagune und glaube sogar am diesigen Horizont die Ausläufer der Alpen schemenhaft zu erkennen. Erkenntlich zeige ich mich immer wieder den Bootsfahrern gegenüber, die aufgrund meiner Anwesenheit das Tempo drosseln, und irgendwann beginne ich die Kielwellen dann auch angenehm zu surfen.

Mit erhöhtem Stockeinsatz lasse ich mich von den Wassererhebungen an den urigen und niedlichen Hausfassaden Sottomarinas vorantreiben und wundere mich dabei, dass ich als Paddler hier gar nicht wirklich aufzufallen scheine. Entlang der gesamten Tour kommen mir zwar drei Kanuten entgegen, aber das war’s dann auch mit Paddelsportlern hier in der Lagune. Dafür ziehen in regelmäßigen Abständen Passagierschiffe der lokalen Anbieter an mir vorbei. Die Auswahl ist groß, aber alle scheinen die gleichen Preise zu haben und in der Regel die gleichen Dienstleistungen anzubieten – einstündige Ausfahrten in die nähere Umgebung.

Das erledige ich mit Muskeleinsatz auf eigene Faust und komme dabei auch in den Genuss, in den Yachthafen Porto Touristico San Felice einzufahren und eine Runde über das ruhige Wasser zu ziehen. Unfassbar, was da für Yachten stehen! Danach geht es draußen am Fahrwasser schnellen Paddelschlages Richtung Forte San Felice und Castello della Luppa weiter. Beide sind Festungen aus unterschiedlichen Epochen und markieren das nordwestliche Ende von Sottomarina.

Weil die Vegetation hier wieder zunimmt und das Fahrwasser etwas weiter in die Lagune von mir weg zieht, beginnen die Zikaden nun das Dröhnen der Motoren zu überstimmen. Den Kai mit dem kleinen Leuchtturm sollte man mit mindestens 10 m Sicherheitsabstand umpaddeln und sich gleich auf kippeligere Verhältnisse einstellen.

Hier, am nördlichen Abschnitt der Tour, kommt dann der schwierige, mitunter sogar zermürbende Teil dieser recht kurzen Paddelei zur Geltung. Obwohl das Fahrwasser dutzende Meter links von mir vorbeizieht, bin ich nun mit diffusem und starkem Wellengang konfrontiert, der mir das Weiterkommen nur mehr zentimeterweise ermöglicht. Die Wellen schwappen zu allem Überfluss vom Kai der unschönen Industrieanlage rechts von mir zurück und machen einen kontinuierlichen, flotten Paddelflow mit dem iSUP unmöglich.

Mit dem Ende des Wellenbrechers einen Kilometer vor mir in Sicht, habe ich das Gefühl, ewig lange so weiter paddeln zu müssen. Zwei Wasserlandungen geben mir erfrischende Auszeiten, die ich mir sonst nicht gegönnt hätte. Sie überzeugen mich auch, einen Teil dieser Strecke kniend zu paddeln.

Sobald ich den Wellenbrecher erreiche, legen sich die Wasserturbulenzen ein wenig und ich halte dennoch mindestens 30 m Abstand zur Felsaufschüttung, um den Fischerleinen aus dem Weg zu gehen. Die Fischer selbst sitzen entlang der Diga Sottomarina in ihren Klappstühlen und warten auf ihren nächsten großen Fang, während ich weiß, dass die nächste große Welle demnächst mich fangen wird.

Bis zu einem halben Meter können sie hier schon auf und ab schwappen. Aufgrund dieses Abschnittes zwischen den zwei Leuchttürmen ist diese Tour nur für wellenerprobte Stehpaddler zu empfehlen. Meer-Rookies werden hier zu oft im Wasser landen und wenig Spaß am Paddeln haben.

Nach dem Turn um den Leuchtturm Faro Rosso Chioggia erreiche ich endlich wieder ruhiges Wasser und gleite an den Bilancias – den großen Fangnetzen – vorbei. Auf dem Wellenbrecher stehen recht neu und modern wirkende Fischerhütten, die mit diesen Riesennetzen ausgestattet sind und teils auch gastronomisch genutzt werden.

Mich wundert es nur, dass sowas auch an einem Badestrand zu funktionieren scheint. Naja, Fische und Krebse gibt es auch an den Stränden genug. Wenn man mal hundert Meter weit hinaus watet, wird man mit Sicherheit auch hier über handgroße Krebse stolpern. Aber keine Angst, sie erschrecken sich meist genauso wie die daraufsteigenden Menschen und krabbeln wieselflink davon.

Je näher ich dem Badestrand komme, desto mehr Stand-up-Paddler befinden sich auf dem Wasser. Endlich kann ich wieder zügig dahingleiten und die Blicke wieder schweifen lassen. Ich halte Ausschau nach dem Rettungsturm mit der Nummer 10, denn dort befindet sich das ideale Tourende für mich. Ich lasse mich nochmals schwungvoll an den Sand treiben und springe dann ins Warmwasser vom Board ab. Schwer zu sagen, was wärmer ist – die Lufttemperatur oder die Wassertemperatur?

Hier am Strandabschnitt des Astoria Zentrums geht es dann geradeaus durch Sottomarinas Straßen zu Fuß zurück zum Parkplatz. Wenn man nicht vorher irgendwo für einen Drink oder ein Eis stehenbleibt, dauert der Rückweg mit dem SUP unterm Arm an die zehn Minuten (800 m). Es ist ein unterhaltsamer Tourabschluss, den man gerne hinnimmt.

Alternative: Natürlich kann man den Hafen auslassen und nur am Strand herumpaddeln. Das ist aber deutlich weniger interessant, aber monotoner. Wer die Nordrunde zu einer Ganztagestour verlängern möchte, paddelt den gesamten Strand Sottomarinas nach Süden weiter und umrundet es über den Fluss Brenta sowie an der Insel Borgo San Giovanni vorbei. Diese Südrunde beträgt nochmal 12 km extra.

Anspruch

3

Einkehr

3

Länge

6,4 km

Dauer

2 – 2,5 Stunden

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