Adresse

Maribor

GPS

46.56865175973, 15.614297389984

Maribor Insel Umrundung

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Adresse

Maribor

GPS

46.56865175973, 15.614297389984

Anspruch 1 |  Einkehr 1 |  Länge 2,6 km |  Dauer 40 – 60 Minuten

Ein kleiner Ausritt um Maribors verträumte Flussinsel lässt den Alltag vergessen. Vogelgezwitscher, romantische Seitenarme und ruhiges Wasser sorgen für ausreichend Serotonin.

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

An der Drau sind kaum Badegäste zu finden, in Maribor wird jedoch gepaddelt und es tummeln sich touristische Schiffe und Holzfloße auf dem Wasser. Allen früh genug ausweichen!

Die gesamte Paddelroute erstreckt sich über den Landschaftspark Drau, ein Natura 2000 Gebiet. Bitte entsprechend respektvoll mit Fauna und Flora umgehen, indem Müll und Lärm vermieden werden. Auch die naturbelassenen Ufer so gut es geht meiden, um keine Tiere zu erschrecken.

Gefahren

Der Zustieg unter der Brücke ist zwar ideal, aber an manchen erdigen Stellen sind Höhenunterschiede etwas rutschig.

Nach starken Regenfällen sind die Schleusen am Wehr Elektrarna Mariborski otok geöffnet und das Wasser stürzt brachial vor der Insel runter. Unter solchen Bedingungen ist es auch für erfahrene Paddler zu gefährlich, in See zu stechen – vor allem aufgrund der steinigen Ufer in Kombination mit starker Brandung.

Entlang des linken Drauufers sowie des nördlichen Ufers der Insel befinden sich viele Felsblöcke, die bei stärkerem Wellengang (nach Regenfällen) zu meiden sind, weil die Wellen SUP Boards direkt dorthin drücken. Auch die dadurch entstehende Brandung ist gefährlich. Diese Ufer sind auch abseits der Felsblöcke steinig, also Vorsicht beim Anlanden und Absteigen!

Wer zwischendurch anlandet, sollte trittsicher sein und am besten Badeschuhe tragen, um sicher über die Steinblöcke und das Geäst gehen zu können.

Die Brückenpfeiler stellen normalerweise keine Gefahr dar, aber je nach Wellengang sollte man entsprechend Abstand zu ihnen halten.

Zum Wehr mindestens einhundert Meter Abstand halten! Wenn man sich maximal 50 m vor der Westspitze der Insel aufhält, ist man auf der sicheren Seite. Nach Starkregen ist aber auch dieser Abstand wirkungslos, zumal die Brandung an der Inselspitze zu gefährlich ist.

Das Südufer der Insel ist stark bewaldet. Wer zu nah daran entlang paddelt, könnte ab und zu an Ästen hängen bleiben. 

Mit Fischern ist an allen Ufern entlang dieser Route zu rechnen. Auch darum mit Weitblick und Abstand zum Ufer paddeln!

In Richtung Maribor sollte man immer wieder mit den Passagierfloßen von Mariborski flosarji rechnen und diesen entsprechend früh genug ausweichen.

Der Bereich zwischen dem westlichen Ende der Insel und dem Kraftwerk kann je nach Wasserstand relativ untief sein. An manchen Stellen geht es kaum mehr als einen Meter bis zum Boden runter. Beim Seitenarm sowie in der Koblar Bucht muss man zudem achtgeben, nicht mit der Finne im Lehmboden stecken zu bleiben.

Anfahrt

Vom Parkplatz am Hauptbahnhof der Stadt fährt man am besten nördlich des Stadtzentrums in Richtung Westen. Im Detail nimmt man dabei die Kopitarjeva ulica, danach die Razlagova ulica und Gosposvetska cesta immer geradeaus in Richtung Westen. Die ersten beiden Straßen fährt man stets bis es nicht mehr weiter geht und biegt nach links in die nächste der genannten Straßen ab. Etwa 1 km nach dem Lidl Supermarkt am westlichen Stadtrand biegt man links ab zum Parkplatz an der Insel.

Mit dem Bus kommt man ebenfalls gut bis zur Insel: Vom Stadtzentrum fahren verschiedene Buslinien zum Parkplatz an der Insel. Auch aus Westen gelangt man zur Insel, muss jedoch das letzte Stück zur Drau zu Fuß zurücklegen (400 m). Das lokale und regionale Busnetz kann man online abrufen, wobei Busse auch online gebucht werden können.

Wer mit dem Zug anreist, muss danach noch per Taxi oder Bus vom Bahnhof zum Einstieg fahren. Die nächsten Flughäfen befinden sich in Maribor, Ljubljana, Zagreb und Graz.

Parken

Direkt vor dem Holzsteg zur Insel gibt es einen großen und kostenlosen Schotterparkplatz.

Baden

In der Drau selber könnte man im Ortsbereich von Maribor zwar schwimmen, es gibt dazu jedoch keine offizielle Empfehlung. Entlang der Strecke empfehlen wir es nicht, im Fluss zu schwimmen, außer man wagt sich im Bereich des Altarmes ins seichte Wasser.

Gute Alternativen bilden da schon das im Sommer geöffnete Schwimmbad auf der Maribor Insel sowie das städtische Hallenbad:

Freibad auf der Maribor Insel
Na Otok 40, 2000 Maribor
Tel. +386 (0)51 310 604

Hallenbad Pristan
Koroška cesta 33, 2000 Maribor
Tel. +386 (0)51 310 604

Tour

Ausgehend vom Holzsteg, nach rechts und einmal um die Insel Mariborski Otok, bis zur Koblar Bucht und wieder zurück.

Länge

2,6 km

Dauer

40 – 60 Minuten

Ein- und Ausstieg

Links unter dem Holzsteg.

SUP-Verleih

Bananaway
Podmilščakova 46, 1000 Ljubljana
Tel. +386 (0)40 238 756
Achtung: kein Verleih, nur geführte Touren nach Reservierung!

Servis Gizo
Korčetova ulica 19, 2000 Maribor
Tel. +386 (0)31 280 484

Fließender Ruhepol

Dass Maribor seine eigene Insel hat, sieht man im hippen Stadtzentrum leider nicht. Ganz genau genommen liegt die Insel Mariborski Otok in der Ortschaft Kamnica, die jedoch Teil des Stadtgebietes ist. Die Badeinsel ist sowohl unter Einheimischen als auch unter Touristen beliebt, da sie zahlreiche Möglichkeiten für Erholung und Freizeitaktivitäten bietet.

SUPen ist eine davon, und das wollen wir uns heute näher ansehen. Dazu fahren wir von Maribor kommend mit Navi stadtauswärts Richtung Westen, denn sonst würden wir an der Zufahrtsstraße zur Insel wahrscheinlich vorbeifahren.

Am Ende dieser Zufahrtsstraße finden wir uns auf einem wirklich großen Schotterparkplatz ein und müssen vor Aufregung gleich mal rüber zum Holzsteg gehen, um uns ein Bild von diesem Paddelrevier zu machen und um einen guten Wasserzugang zu finden. Danach ist schnell alles aus dem Auto genommen und wir sind schon unterwegs, um dem Spazierweg entlang unter den Holzsteg zu folgen. An seiner linken Seite kann man optimal die Bretter ins Wasser lassen.

Wir ziehen gleich mal rechts weg und paddeln stromaufwärts dem Kraftwerk entgegen. Hier kann man sich als Paddler austoben, denn weder Schwimmer noch andere Paddler sind an diesem Herbsttag anzutreffen. Wahrscheinlich ist es aber auch im Sommer so. Das linke Flussufer (nun steuerbord) ist sehr steinig und wird von einem unscheinbaren Trampelpfad gesäumt.

Spaziergänger schimmern immer wieder durch die dichte Vegetation, und vom Wasser aus sollte man sich auch auf ein paar nackte Anblicke einstellen. An geeigneten Stellen lassen FKK-Fans gerne ihre unbedeckten Körper bräunen, scheinbar ohne sich von uns Paddlern stören zu lassen.

Ob die Graffitiwand rechts vor dem Wehr auch nackt entstanden ist? Auf jeden Fall ist sie aufgrund ihres Kontrastes zur umgebenden Flora ein echter Blickfänger. Das kann man auch von der hohen Staumauer vor uns behaupten, die nicht nur imposant, sondern auch ein bisschen angsteinflößend wirken kann, wenn man bedenkt, welche Szenarien sich hier bei Hochwasser abspielen.

Die Drau wird an solchen Tagen maximal schwer befahrbar, mit starkem Wellengang, der Paddler unweigerlich an die steinigen Ufer presst. Wir haben es bereits vor einem Jahr erlebt, mussten die Fahrt abbrechen und warnen jeden Paddler eindringlich davor. Heute ist der Fluss aber handzahm, sodass wir durch das klare und glatte Wasser bis zum Grund hinunter sehen. Der befindet sich an manchen Stellen gerade mal einen Meter unter dem Board (z.B. am Westende der Insel).

Wir paddeln gemütlich mit ausreichend Abstand zur Staumauer über die Westspitze der Insel und ihrem Südufer entgegen. Die gesamte Region um diese SUP-Route dürfte ein wahres Paradies für Biber sein, denn vor allem auf der Insel findet man überall angenagte Bäume und abgenagte Äste nahe dem Wasser herumliegen. Zu Gesicht bekommen wir heute aber leider keinen der scheuen Nager. Dafür werden wir an der anderen Seite der Insel mit einer romantischen Bucht belohnt, die dank ihrer vorgelagerten Schilfinsel ein paar kleine Wasserwege ausbildet.

Es ist der ideale Platz, um das Paddel ruhen und sich nur treiben zu lassen, während man dem Gezwitscher der Vögel lauscht und den leichten Wind auf der Haut intensiv wahrnimmt. Wir entdecken eine kleine Wasserstraße aus der Bucht hinaus auf den Hauptstrom und lassen uns passiv unter dem Blätterdach der überhängenden Bäume durchgleiten. Man beachte hier den seichten Boden und die vereinzelt darauf liegenden Felsblöcke, aber das Wasser kennt den Weg und leitet uns sanft zurück auf die Drau. Auf ihr geht es dann nach links weiter in Richtung Stadt.

Das Südufer der Insel Mariborski Otok ist stark bewaldet und vor allem im Sommer unter dem Dickicht nur schwer zugänglich. Allerdings erkennen wir von hier aus das öffentliche Schwimmbad und merken, wie schmal die Insel eigentlich ist – an der breitesten Stelle sind es gerade mal 240 m.

Fußgänger finden darauf unzählige Trampelpfade und offiziell ausgewiesene Wege, womit man fast jedes Eck der Insel erkunden kann. An der Ostspitze befindet sich ein besonders guter Wasserzugang, der immer wieder gerne zum Fischen benützt wird. Wer hier bereits wieder auf die andere Seite paddeln möchte, sollte also einen großen Bogen um die Fischer machen.

Ansonsten geht es nun weiter bis zur Koblar Bucht, ebenfalls ein toller Ausgangspunkt für SUP Touren im Raum Maribor. 2022 stachen wir hier in See, um bis nach Ptuj runter zu paddeln – eine unvergessliche Tour. Heute fahren wir lediglich den kleinen, ringförmigen Seitenarm ab und richten unsere SUPs danach wieder gen Insel aus.

Auch wenn wir die letzten 500 m wieder stromaufwärts paddeln müssen, ist dies heute beim beinahe stehenden Wasser keine große Herausforderung. Das unterstreicht nur die Benutzerfreundlichkeit dieses Reviers. Solch eine Tour erfordert natürlich einen krönenden Abschluss, und den gönnen wir uns unweit von hier in der Gostišče Sobočan bei herrlichen Calamari zu absolut fairen Preisen.

Alternativen: Man kann überall im Stadtgebiet gut paddeln, weil die Drau durch die Staustufen sehr ruhig ist und man fast überall gut zum Wasser gelangt. Auch das Areal auf der anderen Seite der Staustufe ist ein tolles Paddelrevier. Für Abenteurer empfehlen wir die Drau von Maribor bis nach Ptuj zu paddeln. Dies ist eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Halbtagestour mit Suchtpotenzial.

Anspruch

1

Einkehr

1

Länge

2,6 km

Dauer

40 – 60 Minuten

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