Adresse

Afritzer See

GPS

46.751652878311, 13.765676021576

Afritzer See

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Adresse

Afritzer See

GPS

46.751652878311, 13.765676021576

Anspruch 1 |  Gastronomie 1 |  Distanz 3,7 km |  Dauer 1 Stunde

Der zierliche See liegt im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet und punktet durch seine Idylle und den überschaubaren Wasserverkehr.

Allgemeine Infos

Befahrungsregeln

Der Afritzer See befindet sich im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet Afritzer See, das 1970 eingerichtet wurde. Dazu zählen die Randbereiche des Sees am West-, Nord- und Ostufer. Daher bitte um respektvolles Paddeln im Einklang mit der Natur!

Ebenso Fischern und Badegästen großflächig ausweichen!

Gefahren

Der See ist ein beliebter Fischereispot. Vor allem das Nord- und das Westufer sind dazu prädestiniert, weshalb man dort ausreichend Abstand zum Ufer halten sollte. Gerade wenn es warm ist, tummeln sich auch Fischerboote auf dem Wasser.

Der Weg vom Parkplatz am Nordufer hinunter zum Wasser ist auf einer kurzen Strecke recht steil. Besonders bei feuchtem Boden in der Früh oder bei gefrorenem Boden im Winter vorsichtig das SUP zum Wasser tragen.

Da die B98 gleich nebenan vorbeifährt und die KFZ rasant unterwegs sind, sollte man vor allem Acht geben, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Der Parkplatz ist aber gut von der Bundesstraße abgegrenzt.

Die Ufer sind an etlichen Stellen gut zugänglich, allerdings sinkt der Boden schnell steil ab. Wer ins Wasser geht oder auf das SUP steigt, sollte sich mit den Füßen vortasten, damit man nicht überhastet ins Leere steigt und stürzt.

An den wenigen öffentlichen Seezugängen, insbesondere rund um den Campingplatz und das Strandbad, sind an schönen Sommertagen etliche Schwimmgäste im Wasser. Hier mit ausreichendem Abstand vorbeipaddeln oder kniend zum Ufer gleiten!

Vorsicht ist auch geboten, wenn man an den Wasserzugängen der privaten Seehäuser entlang der Straße am Ostufer paddelt.  

Aufgrund seiner Lage in einer Talfurche, die für ihre zuverlässige Thermik bekannt ist, kann es am See auch recht windig sein. Wie am benachbarten Brennsee wird auch hier gerne windgesurft und gekitet, allerdings bleibt uns Stand-up-Paddlern am Afritzer See mehr Platz zum Ausweichen.

Anfahrt

Den Afritzer See erreicht man entweder aus südlicher oder aus westlicher Richtung. Wer vom Süden mit dem PKW anreist, nimmt die B98 und zweigt direkt am Ende des Sees nach links in den Parkplatz ab.

Die Anfahrt von Westen führt ebenso über die B98 und mitunter am langgezogenen Millstätter See, jedoch garantiert am kleinen Brennsee vorbei. Anderthalb Kilometer nach dem Brennsee erkennt man rechter Hand bereits den Nord-Parkplatz des Afritzer Sees.

Wer auf öffentliche Verkehrsmittel setzt, kann unter anderem das Nockmobil nutzen. Der flexible Shuttle-Service im Biosphärenpark Nockberge verbindet über 650 Haltepunkte und kann per App oder Telefon gebucht werden. Um zum Afritzer See zu fahren, wählt man in der Postbus-Shuttle-App den Ziel-Haltepunkt „Afritzer See Nordufer/Parkplatz“ und bucht die Fahrt mit Angabe der gewünschten Zeit und Personenanzahl.

Weiters verkehrt der Postbus 350 (ehem. 5150) zwischen den Städten Villach und Radenthein und führt an der Haltestelle Feld am See Wiesen vorbei. Von dort aus sind es ungefähr 500 m bis zum Parkplatz am Nordufer des Afritzer Sees. Es gibt aber auch eine Bushaltestelle beim Südufer.

Überregionale Bus-, Bahn- und Flugverbindungen findet man über die Vergleichsportale Omio, Busbud sowie RailEurope. Wer mit dem Flugzeug anreist, landet entweder in Klagenfurt oder in Ljubljana – das sind die zwei nächsten Flughäfen in der Region.

Parken

Kostenlose Parkplätze gibt es am kleinen See genügend. Entlang des Ostufers gibt es im Norden und im Süden jeweils einen Parkplatz mit Seezugang neben der Hauptstraße. Auch beim Strandbad Friessner sowie entlang der Zufahrtsstraße dorthin kann man gut parken.

Baden

Der See lädt mit seinem klaren, mitunter dunklen Wasser (Trinkwasserqualität) zum Schwimmen ein. Im Juli und August erwärmt sich das Wasser bis auf maximal 26 °C, wobei die durchschnittliche Wassertemperatur während der Badesaison bei etwa 20 °C liegt. Aufgrund seiner Lage und seines Bergseecharakters ist der Afritzer See jedoch etwas kühler als viele andere Badeseen in Kärnten.

Am Südufer befindet sich ein öffentliches Strandbad mit Umkleiden, WC-Anlagen, Gastronomie und einem SUP‑Verleih. Gäste des Hotel Fischerhof Glinzner und des Camping Bodner haben ihre eigenen Seezugänge. Zusätzlich gibt es freie Seezugänge direkt am Rundwanderweg. Da motorisierte Boote verboten sind, erlebt man hier ein ruhiges Bade- und Paddelvergnügen.

Wenn der See im Herbst zu kalt zum Schwimmen wird, kann man zum Baden und Relaxen in die beiden Thermen im nahegelegenen Ort Bad Kleinkirchheim ausweichen.

Therme St. Kathrein
Dorfstraße 47, 9546 Bad Kleinkirchheim
Tel. +43 (0)4240 81100

Thermal Römerbad
Dorfstraße 74, 9546 Bad Kleinkirchheim
Tel. +43 (0)4240 8282 201

Tour

Vom kleinen Strand im Norden rechts weg und das Ufer entlang einmal um den See.

Länge

3,7 km

Dauer

1 Stunde

Ein- und Ausstieg

Kleiner Strand beim Nord-Parkplatz.

SUP-Verleih

Strandbad Friessner
Seestraße 4, 9542 Afritz am See
Tel. +43 (0)664 4208697

SUP2GETHER
Mobiler SUP Verleih
Am Birkengrund 26, 9073 Klagenfurt
Tel. +43 (0)463 20323020

SUP-Idylle auf dunklem Wasser

Er zählt ja nicht gerade zu den Wassersport- und Urlaubshotspots der Region, und genau darum ist der Afritzer See eine sehenswerte Paddeldestination. Eine nennenswerte Infrastruktur mit Campingplätzen und Strandbad gibt es nur im Süden des Sees, der Rest ist recht naturbelassen und wasserverkehrsarm.

Darum wähle ich den kleinen Strand am nördlichen Seeufer, um meine kleine Umrundung zu starten. Wer aber im Süden in See stechen möchte, kann das ebenfalls tun und entweder den kostenlosen Seezugang an der Hauptstraße wählen oder als Gast des Strandbades bzw. des Campingplatzes SUPen gehen.

Da Anfang Mai das Ufer entlang der Hauptstraße noch bis zur Mitte des Vormittags im Schatten liegt, starte ich meine Tour nach rechts zum bewaldeten Westufer des Sees. Ich navigiere zwischen den Leinen der geduldigen Fischer hinaus auf das Wasser und beobachte, wie meine Nose den auf dem Wasser schwimmenden Blütenstaubteppich sanft teilt.

Hier am Strand muss noch ein verloren gegangenes Alu-Paddel auf dem Grund liegen, das mir 2019 bei einem meiner ersten SUP-Ausflüge auf Tauchstation ging. Auch an den privaten Grundstücken vor mir wird heute gefischt – jung und alt, Mann und Frau – alle scheinen hier auf den nächsten großen Fang zu warten.

Da der See vor allem von seinen Zuflüssen am Westufer und im Südwesten gespeist wird und ganz im Süden in den Afritzer Bach entwässert, verspüre ich eine konstant leichte Fließbewegung von Norden nach Süden.

Somit gleite ich teils ohne zu paddeln unter den überhängenden Bäumen am Ufer entlang und vermerke, dass es zwischen dem Vogelgezwitscher und dem KFZ-Rauschen der Straße wohl 1:1 steht. Der Blick über die saftig-grünen Hänge des überbelichteten gegenüberliegenden Tauchenbergs (1568 m) ist jedoch eine klare 10!

Es war ohnehin die bessere Idee, mit dem Westufer zu starten, da es landschaftlich schöner ist als die Ostseite, obwohl beide Längsseiten gemeinsam mit dem Nordufer Teil des hiesigen Landschaftsschutzgebietes sind.

Wahrscheinlich ist genau dieser Landschaftsschutz ein Grund für die Artenvielfalt im Wasser, denn neben Aalen, Karpfen, Rotaugen und Barschen leben hier auch Wandermuscheln und verschiedene Krebsarten im 23 m tiefen See.

Der Afritzer See Slow Trail, der über eine Strecke von 4,5 km um den See führt, blitzt immer wieder zwischen den Bäumen durch und ist ideal für einen Familienspaziergang durch Wald und Wiesen. Sobald der Wald sich lichtet und in Wiesen übergeht, sehe ich auch schon die Campinganlagen und Badestrände des Südufers vor mir.

Ich komme genau rechtzeitig daran vorbei, denn aus dem Nichts rollt plötzlich ein Cabrio nach dem anderen an den Mobile Homes und Campingfässern des Hotel Fischerhof Glinzner vorbei und zum Seeufer hinunter. Ich lande an und sehe dem Treiben minutenlang zu, bis alle Autos ihren Parkplatz eingenommen haben.

Ein wenig Smalltalk mit den Fahrern und ich weiß nun, dass es sich um das seit der Jahrtausendwende alljährlich stattfindende Mercedes-Cabrio-Treffen (ab Minute 2:50) handelt. Die heutige Ausfahrt führt an den See und später geht es weiter – womöglich sogar bis in die Steiermark oder nach Slowenien. Auch tolle Oldtimer sind hier am Start, und nach ein paar Schnappschüssen zieht es mich weiter auf mein SUP, mit dem ich zum Abfluss des Sees paddle.

Dieser führt ganz unscheinbar an der Südspitze des Sees unter einer kleinen Holzbrücke hindurch in den Afritzer Bach. Von hier aus starte ich meine Rückreise entlang des Ostufers, welches aufgrund der Straße natürlich lauter und deutlich weniger naturbelassen ist. Dennoch ist auch dieses Ufer Teil des Schutzgebietes und lockt mit verträumten Seehäuschen und einigen beneidenswerten Domizilen inklusive Seezugang und Bootshaus.

Die Fernsicht erstreckt sich zwischen dem Wöllaner Nock (2145 m) und dem Mirnock (2110 m) weit in das nördliche Gegendtal und darüber hinaus. Vor mir liegen nur ein paar Kajaks und Fischerboote im ruhigen Wasser, das mir genug Platz bietet, mich zum Tourabschluss nochmals mit intensiven Paddelschlägen zu verausgaben.

Kurz vor dem Anlanden am Nordufer gilt es jedoch, wieder aufzupassen, denn die Fischer sind noch immer da und mittlerweile sehe ich bereits vier ihrer Schwimmer im Wasser. Zwischen ihnen lasse ich mein SUP ausgleiten und beende meine Erkundungstour mit einer erfrischenden Schwimmrunde im grünen und sauberen Wasser.

Ich kann mir dabei kaum vorstellen, dass es hier im Hochsommer weniger entspannt zugeht. In ein paar Monaten komme ich sicher wieder hierher, um mir dies auch bestätigen zu lassen.

Weitere SUP-Touren auf Kärntner Seen findest du übrigens im SUP Guide Kärnten.

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